Geschichten aus Eorzea – Kapitel 1

„Geschichten aus Eorzea“ – In dieser Rubrik werden Geschichten der wichtigsten Personen Eorzeas überhaupt aufgegriffen: Die Geschichten der NPCs!

Jeder kennt sie und liebt sie. Die Bewohner der von uns allen geliebten Welt, die mitunter recht witzige Sachen erleben und sogar miteinander sprechen. Wie oft fragt man sich: Was erleben sie eigentlich? Wie kommt es zu diesen Situationen? – Und wir wissen die Antworten! Zumindest diktiert uns die Fantasie immer eine potentielle Möglichkeit… Und so erfahrt Ihr hier, was die NPCs wirklich erleben!

 

Kapitel 1: Einfach mal abhängen

Er war neu an Bord der Astalicia, eines der Handelsschiffe aus Limsa Lominsa. Ein junger Hyur auf seiner ersten Fahrt. Sein Vater war ein reicher Händler, und als er hörte das sein Sohn zur See fahren wollte, liess er seine Verbindungen spielen. Der Hyur kam gerade von der Akademie und war aus gutem Haus. Vielleicht trug er deswegen seine Nase höher, als gut für ihn war. Am liebsten wäre er ja direkt Offiziers-Anwärter geworden, aber das ging laut dem Kapitän des Schiffes nicht. Warum? Das wurde ihm nicht gesagt. So fügte er sich in sein Schicksal. Jedenfalls dachte er das. Die Crew des Schiffes dachte jedenfalls stark abweichend darüber.

Egal wen man fragte: Der junge Hyur war unbeliebt. Er war faul, arrogant und liess sich nicht belehren. Jeder Seemann wusste, das konnte so nicht gutgehen. Die Crew eines Schiffes war eine verschworene Gemeinschaft und jeder Mann und jede Frau an Bord war ein Zahnrad in der Maschinerie des Schiffes. Eine gut geölte Maschinerie. Defekte Teile konnte man nicht gebrauchen. Nun war die Mannschaft der Astalicia recht geduldig. Es handelte sich ja um ein Handels- und nicht um ein militärisches Kriegsschiff. Aber man spürte merklich, wie die Stimmung an Bord immer mehr zu ungunsten des Hyur kippte. Nur er selber … er merkte es nicht. Durch seine Arroganz merkte er auch gar nicht, wenn er jemanden verletzte. Immerhin war er der Sohn eines reichen Händlers! Er war doch jemand! Seine Pflichten absolvierte er auch bestenfalls mit einem Minimum an Aufwand. Trotzdem hielt der Kapitän seine Mannschaft in Zaum, ihm lag etwas an dem guten Kontakt zu dem Händler.

Nun, jedenfalls bis zu dem Moment in dem er auf einem Stück Seife ausrutschte und sich den Steiß prellte. „Wer beim Eufel war das?“ donnerte der Kapitän mit schmerzverzerrtem Gesicht. „Wer hat hier die Seife liegenlassen?“ Die Antwort lag auf der Hand. Sofort richteten sich die Finger auf den jungen Hyur. Ein Maat schaute den Kapitän an. „Er hier, der Frischling. Da hat er wohl nicht aufgepasst.“ Der Kapitän fluchte, erhob sich und humpelte zurück in seine Kajüte. Der Hyur kam ohne Strafe davon, jedenfalls dachte er das. Die Strafe war allerdings auch anders als erwartet. Der Kapitän hatte nun auch genug von dem jungen Schnösel und nahm seinen Schutz zurück. Die Mannschaft merkte das, und wartete nur auf den Tag an dem der Hyur seine nächste Verfehlung begann. Und sie wussten: Das würde bald sein! Es passierte allerdings noch schneller als erwartet. Bereits am nächsten Tag hing der junge Hyur gefesselt an einem der Verladebäume 20 Yalme über dem Bode und stand eine Todesangst aus. Drei Leute der Mannschaft waren abgestellt auf ihn zu achten, denn das ihm wirklich etwas passierte, das wollten sie natürlich nicht. Die drei amüsierten sich jedoch königlich und nutzten die Gelegenheit den Hyur aufzuziehen und ihn auszulachen.

„Jetzt lass dich doch nicht so hängen, Kumpel!“

„Das wird dir ne Lehre sein, nochmal den Toffeldienst zu schwänzen!“

„Aber mal echt!“

 

Bilderquelle: Final Fantasy XIV/Square Enix

Martin
Über Martin 18 Artikel
Ich schreibe schon sehr lange verschiedene Geschichten, seit meiner frühen Kindheit um genau zu sein. Zu FFXIV gelangte ich damals per Zufall, da ich auf der Suche nach einem neuen MMOPRG war.

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