Geschichten aus Eorzea – Kapitel 5: Von Früchten und Früchtchen

„Geschichten aus Eorzea“ – In dieser Rubrik werden Geschichten der wichtigsten Personen Eorzeas überhaupt aufgegriffen: Die Geschichten der NPCs!

Jeder kennt sie und liebt sie. Die Bewohner der von uns allen geliebten Welt, die mitunter recht witzige Sachen erleben und sogar miteinander sprechen. Wie oft fragt man sich: Was erleben sie eigentlich? Wie kommt es zu diesen Situationen? – Und wir wissen die Antworten! Zumindest diktiert uns die Fantasie immer eine potentielle Möglichkeit… Und so erfahrt Ihr hier, was die NPCs wirklich erleben!

Kapitel 5: „Von Früchten und Früchtchen“

Der junge Elezen stammte aus einem der Adelshäuser in Ishgard und das ließ er durchaus auch jeden merken. Die anderen Kinder mochten ihn nicht besonders, und das fiel natürlich auch seinen eigenen Eltern auf. Sein Vater machte sich große Sorgen, denn er wusste: Der Titel war keine Leistung, er war nur ererbt. Sein Sohn sollte sich nichts darauf einbilden. Oft schon hatte sein Vater mit seiner Frau darüber geredet. Doch beide waren ratlos. Ihr Sohn war absolut nicht zu bekehren. Eher noch war er der Ansicht, dass seine Eltern zu nett zum „Pöbel“ waren, wie er sich ausdrückte.

Irritierenderweise war Sohnemann aber auch noch der Meinung, dass ihm das Eigentum der weniger vermögenden Familien zustand. Sprich: Er klaute. Er klaute Obst, Getränke und verzehrte es dann selber. Doch kaum jemand wehrte sich oder prangerte es an.
Schließlich jedoch öffnete sich Ishgard für die Außenwelt und die Abenteurer gelangten in die Stadt. Im Zuge dessen kamen auch neue Händler, Bauern und so weiter und bevölkerten friedlich die Stadt.

Diesen Leuten fehlte allerdings der Respekt der Jahrhunderte vor den Adelsfamilien. Sie waren freundlich, buckelten aber nicht. Die Adelsfamilien selber störte es nicht. Der Papst war geflohen und Aymeric herrschte sehr viel humaner als sein Vorgänger.
Unter den Neuankömmlingen war auch ein Bauer, ein Roegadyn aus Limsa Lominsa. Gross, beeindruckend, muskulös… und sanft wie ein Lamm. Was er allerdings gar nicht mochte, waren Diebe.

Eines Morgens kam er an seinem Feld vorbei und sah den Elezen von seinen Früchten nehmen. Er stellte den jungen Mann zur Rede. Der Elezen reagierte wie meistens.
„Das geht dich gar nichts an! Geh deiner Wege, Pöbel!“


Dies allerdings führte dazu, dass der Roegadyn sein Lammfell abstreifte und den Wolf die Führung übernehmen ließ. Er packte den Elezen an den Schultern, schüttelte ihn durch und schrie ihn an. Wie oft er schon vom Feld gestohlen hätte und was ihm überhaupt einfiele?
Der Elezen war so überrascht und schockiert, dass er alles gestand. Es kam heraus, dass er schon seit Monaten vom Feld gestohlen hatte. Er bot dem Roegadyn an, die Früchte zu bezahlen, doch der weißhaarige Mann lehnte ab.

„Du wirst es abarbeiten! Hier unter meiner Kontrolle!“
Der Elezen sah keinen anderen Ausweg und ergab sich in sein Schicksal. Das Wunder geschah: Die Eltern bemerkten einen Wandel bei ihrem Sohn. Er wurde freundlicher und zugänglicher, er schien gewisse Dinge mehr zu würdigen. Und durch Zufall bekamen sie auch heraus, warum dem so war. Sie sahen ihren Sohn auf dem Feld des Bauern, wie er gerade dabei war Gemüse aus dem Boden zu ziehen. Der Roegadyn sah ihm dabei zu und stellte mit Genugtuung fest:

„Junges Gemüse und Kinder gedeihen am besten mit viel Liebe!“
„Zu Befehl!“

Der Elezen arbeitete verbissen, aber auch zufrieden weiter. So kam es, dass er später überall gut angesehen war und auch seine Eltern stolz auf ihn waren.
Die Öffnung Ishgards trug eben auch Früchte. Schöne Früchte.

TEXT:
Roegadyn: „Junges Gemüse und Kinder gedeihen am besten mit viel Liebe!“
Elezen: „Zu Befehl!“

Ort:
Dravania
Frohehalde
Grünzeug-Gärten

Koordinaten:
X: 5,2
Y: 3,7

Martin
Über Martin 7 Artikel
Ich schreibe schon sehr lange verschiedene Geschichten, seit meiner frühen Kindheit um genau zu sein. Zu FFXIV gelangte ich damals per Zufall, da ich auf der Suche nach einem neuen MMOPRG war.

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