Hydaelyns Historia – heute: Der Chocobo

Vorgeschichte

„Was für ein Mist… jetzt sitze ich hier und warte immer noch darauf, dass Mikoto mit dem Schlüssel zur Bibliothek zurückkehrt. Aber wahrscheinlich hat sie mich vor lauter Liebesevents bereits vergessen…“
Über diese desaströse Situation und noch mehr machte ich mir Gedanken, als ich vor dem Eingang der Gubal Bibliothek saß und auf meine Freundin wartete. Es ist zum Gremlins melken! Weder konnte ich durch ein Fenster hinein – denn diese schienen unzerbrechlich – noch gab es so etwas wie eine Hintertür. Ich befand mich, so wie es aussah, in einer hoffnungslosen Situation.

Das dachte ich zumindest. Bis mich jemand durch die Kontaktperle anfunkte.

„Meine Liebe, wo bist du? Wir können dich hier gut gebrauchen“, sagte jemand zu mir. Jedoch war der Empfang sehr schlecht und ich verstand denjenigen nur sehr schwach und leise. „Es ist verrückt! Nicht nur Abenteurer und einfache Bewohner sind durch diese ganzen Valention-Aktivitäten in eine Art Liebesrausch gefallen, sogar unsere Chocobos vermehren sich wie Sand am Meer!

hÖrsT dU ?! wiR BraUcHen diCh hIeR ! abeNtEurEriN … kAnNst dU mIch eMpf …“

Der Kontakt brach plötzlich ab. Ich war etwas erschrocken … und musste dennoch laut loslachen. „Was zum Eufel? Chocobos im Liebesrausch?“, fragte ich mich selbst. Dann kam mir eine Idee; ich musste zu Matoya! Sie ist die einzige, die über fast genauso viel Wissen verfügt, wie alle anderen Magier und Weisen zusammen in Eorzea – und hat bestimmt auch Antworten auf meine Fragen! Also lief ich den ganzen Weg bis zu Matoyas Höhle, um sie dort aufzusuchen. Als ich in ihrem Zuhause ankam, fiel mir auf, dass die Besen immer öfter an magischer Kraft verloren und sich einfach auf den Boden warfen. Das gab mir zu denken, jedoch musste ich mich zusammenreißen und sie um Informationen bitten. „Matoya…?“
Sie sah sehr traurig aus.

„Ich weiß schon, du suchst nach einem Weg, in die Bibliothek zu kommen“, sagte sie zu mir. „Ja, und…“ „…und nach Informationen über die Chocobos.“ Ich war wieder mal erstaunt darüber, dass sie genau wusste, wonach ich suchte. „Ja, und nach Informationen. Du hast doch bestimmt welche in deinem Repertoire, oder? Ich weiß, dass sie aus Dravanischen Vorland abstammen, aber so richtig viel bringt mich das auch nicht weiter…“ Matoya überreichte mir einen Stapel Bücher und unzählige Papierrollen. „Hier findest du bestimmt etwas, dass du gebrauchen kannst.“ Also fing ich an, mich durch die unzähligen Aufzeichnungen zu kämpfen…

Gibt es einen Ausweg aus dieser ausweglosen Situation?

Die Herkunft des Chocobo

In Eorzea gehört der Chocobo seit Anbeginn dazu! Er wird meist als Reit- und Transporttier benutzt, ist aber auch – je nach Art der spezifischen Ausbildung – ein sehr guter Kampfassistent oder wird im Manderville Gold Saucer bei Rennen benutzt. Als Abenteurer lernt man viel auf seiner Reise über seinen „gelbgefiederten Freund“, unter anderem, dass man Chocobos zum ersten Mal im Dravanischen Vorland sichtete. Im (welch passender Name) Chocobo Wald leben sie dort in freier Wildbahn. Sie dienten den dortigen Jägern als Allrounder, das heißt, dass sie für Nahrungs- sowie Beförderungszwecke und auch als Lastentier genutzt wurden. Das ist heute auch immer noch so. Nun ja, fast. Man findet sie nun seltener auf dem Essenstisch an. Trotzdem hat man mit den Jahren gelernt, sie zu fähigen Reittieren, Kämpfern und Sportlern auszubilden.

Die Anatomie des Chocobo

Der Körperbau eines Chocobo erinnert etwas an eine Urzeit-Echse, die damals auf zwei starken Hinterbeinen lief und zwei kurze, aber sehr bewegungsfähige Arme mit scharfen Krallen an den Händen hatte. Durch jahrhundertelange Züchtungen ist der Laufvogel so geworden, wie alle ihn kennen und lieben (Es gibt doch niemanden, der Chocobos nicht liebt, oder ?!). Seine zwei langen Beine besitzen jeweils drei starke Krallen, zwei nach vorn und eine nach hinten gerichtet, um einen guten Grip zu bekommen. Eigentlich sollten seine zwei kleinen Flügel – wenn man es aus physikalischer Sicht betrachtet – nicht in der Lage sein, den kompakten Körper in die Luft zu erheben, sie tun es aber trotzdem. Sein langer Schweif dient zum Abwehren von lästigen Insekten und als Dekorationselement. Hier sind einige Beispiele aufgelistet:

Um das Gefieder deines Chocobos zu färben, benötigst du nicht nur spezifisches Futter in bestimmten Mengen und Kombination, sondern auch Zeit. Forscher haben jahrelang daran gearbeitet, die genauen Kombinationen für bestimmte Farbgebungen zu berechnen. Schließlich haben sie es geschafft und einen Farbenrechner erstellt, mit dem Abenteurer und Krieger ihrem Reisegefährten das passende Gefieder verpassen können. Eine Färbung des Gefieders ist absolut ungefährlich, denn sie hat keinerlei Auswirkungen auf die Gesundheit oder den Charakter des Vogels. Dennoch sind sich Forscher uneinig darüber, ob dieser Farbrechner wirklich zu hundert Prozent so funktioniert, wie er sollte…

Die Entwicklung des Chocobo

Der Chocobo existiert nicht nur in der eorzäischen Welt – in vielerlei Welten wird er auf die verschiedensten Weisen genutzt! Hier sind einige Beispiele:

  • Final Fantasy
    Die ersten „Ankündigungen“ für den Chocobo gab es bereits im allerersten Teil der Reihe, wenn auch nur wenige. Die Statuen im Schloss Cornelia erinnern ein klein wenig an die uns bekannten Vögel.
  • Final Fantasy II
    Dort lernen wir ihn das erste mal als schnelleres Fortbewegungsmittel kennen!
  • Final Fantasy III
    Hier wird er ebenfalls als Reittier benutzt. Auch bekommen wir ihn das erste Mal als Beschwörung zu sehen!
  • Final Fantasy IV
    Premiere feiern in diesem Teil der Reihe ein schwarzer Chocobo, mit dem man eine bestimmte Höhle erreichen muss, sowie der Fette Chocobo. Hier lernt man auch direkt seine Leibspeise kennen, das Gizar-Kraut.
  • Final Fantasy V
    Der Protagonist des Spiels, Bartz, reitet direkt in der Anfangssequenz auf seinem Chocobo-Freund. Dieser trägt den Namen Boko. Im weiteren Verlauf finden wir auch etwas über die Fortpflanzung dieser Tierart heraus, denn Boko findet eine Freundin – Koko – und gründet mit ihr eine Familie.
  • Final Fantasy VI
    Eine besondere Art der Chocobo-Beschwörung gibt es hier zu sehen, denn der Character Setzer kann diese Vögel als Herde beschwören, die den Gegner niedertrampelt.
  • Final Fantasy VII
    Neben den ersten Rennen im Gold Saucer Casino, wird in diesem Spiel Wert auf Züchtung und Färbung der Vögel gelegt. Fängt man einen Chocobo ein, kann man ihn auf eine Farm bringen und ihn dort für Züchtungen nutzen. Dadurch entstehen neue Chocobos mit verschiedenen Federfärbungen, durch die man als Spieler andere Gebiete bereisen kann. Besonderheit hat hier der goldfarbene Chocobo.
  • Final Fantasy VIII
    Eine etwas unmoralische Art und Weise, um besondere Gegenstände zu erhalten, ist das Treten eines Chocobo-Kükens in Winhill. Allerdings wird man von einem ausgewachsenen Chocobo dementsprechend bestraft, sollte man dies allzu zu oft in Erwägung ziehen… Außerdem gibt es hier verschiedenartige Chocobo-Wälder, in denen man allerlei Minigames spielen kann!
  • Final Fantasy IX
    In diesem Teil der Reihe widmet man sich dem Tier in vielen Bereichen: Er ist Hauptakteur mehrerer Nebenquestreihen, als Hilfe für die Ausgrabung wichtiger Gegenstände und als Unterstützung beim Tauchen. Näheres dazu findet ihr hier ! Außerdem hat unser Youtuber Flo ein wundervolles Video zum Chocobo-Wald für euch vorbereitet!
  • Final Fantasy X
    Sie spielen, ganz im Gegenteil zum Vorgänger, in FFX eine eher geringe Rolle. Chocobos können als Reittier ausgeliehen werden, ebenso sind sie der Antrieb vieler Schiffe. Außerdem
    führt Kommandantin Lucille eine „Eliteeinheit“ an, welche auf den Namen Chocobo-Ritter hört. Zudem kann man mit den Reitvögeln am Tempel Remium an verschiedenen Rennen teilnehmen, bei welchem es wichtige Preise gibt. Noch zu erwähnen ist, dass man auf seiner Reise einem Gegner namens „Chocogourmet“ begegnet. In FFX-2 trifft man die Chocobos als Gegner an. Aber das wichtigste ist wohl der Chocobo-Parcour, der schon den ein oder anderen Spieler in den Wahnsinn getrieben hat …
  • Final Fantasy XI
    Wenn man den Chocobo-Führerschein besitzt, kann man ihn als schnelleres Fortbewegungsmittel benutzen und sie züchten. Außerdem kann man mit ihnen an Minispielen, wie zum Beispiel einer Schatzsuche, teilnehmen. Sie können auch in diesem Ableger der Reihe verschiedene Farben besitzen.
  • Final Fantasy XII
    Noch seltener trifft man hier auf sie. Als verschiedenfarbige Reittiere können sie hier ausgeliehen werden.
  • Final Fantasy XIII
    Wer kennt hier nicht die besondere Beziehung zwischen Sazh, seinem Sohn Dajh und einem Chocoboküken?!
  • Final Fantasy XIV
    Chocobos haben in Eorzea mehrere Funktionen: Man benutzt ihn zur schnelleren Fortbewegung als Reit- und Flugtier und sogar unter Wasser! Er wird im Kampf auf offenem Feld als Unterstützung herbeigerufen
    und man kann im Manderville Gold Saucer an Chocobo-Rennen teilnehmen. Alles rund um den Chocobo in FFXIV findet ihr hier !
  • Final Fantasy XV
    Auch in diesem Vertreter der Reihe wird er als Reittier benutzt. Und – nicht zu vergessen – die Mini-Nebenquest mit dem schwarzen Chocobo-Küken!
  • Final Fantasy Type-0
    Im spektakulären Cinematic Trailer gibt es eine sehr emotionale Szene mit einem von ihnen zu sehen … haltet eure Taschenbücher bereit!

Für eine Kurzfassung könnt ihr euch dieses Youtube-Video von ♥RinoaMoogle anschauen:

Die Spielereihe des Chocobo

Um dem gelben Vogel die große Ehre zu erweisen, die er verdient, hat Square Enix im Laufe der Jahre eine ganze Reihe verschiedenster Spiele (teilweise Japan-only) herausgebracht! Erst diese Woche erschien das neue Spiel Chocobo Mystery Dungeon: Every Buddy! für Nintendo Switch und PS4.

Hier gibt es noch eine Liste aller bisher erschienenen Chocobo-Spiele:

  • Chocobo no Fushigi na Dungeon (Chocobo’s Mysterious Dungeon)
  • Chocobo’s Dungeon 2
  • Chocobo Racing
  • Chocobo Racing 3D
  • Hataraku Chocobo
  • Chocobo’s Crystal Tower
  • Dice de Chocobo
  • Chocobo Stallion
  • Hataraku Chocobo
  • Final Fantasy Fables: Chocobo Tales
  • Final Fantasy Fables: Chocobo’s Dungeon
  • Chocobo to Mahō no Ehon: Majo to Shōjo to Gonin no Yūsha (Chocobo and the Magic Book: The Witch, The Girl and the Five Heroes)
  • Chocobo Collection

Chocobo-Merchandise!

Da man diese Tiere schon fast vergöttert und mittlerweile keine meterhohen Statuen mehr baut, beschloss man irgendwann, nicht nur eine ganze Spielereihe sondern auch eine Reihe mit lauter Chocobo-Artikeln herzustellen! Dies geht von einfachen Gebrauchsgegenständen, wie Kugelschreibern und Gläsern, über Kuscheltiere und Bücher bis hin zu Karten und Musik-CD’s. Auch in Eorzea gibt es besondere Chocobo-Gegenstände! Man nehme zum Beispiel..

→ Stattet dem offiziellen Square Enix Store mal einen Besuch ab!

Gedankengänge

„Das ist es“, sagte ich zu mir selbst. „Hmpf?“ Matoya schien etwas verwirrt. „Hast du etwas gefunden, mein Kind?“ Ich schlug das Buch zu und rannte hinaus. Als ich fast aus der Höhle draußen war, drehte ich mich noch kurz zu der Hexe um. Ich verbeugte mich und dankte ihr tausendfach – und dann rannte ich weiter. ‚Es gibt nur diese eine Möglichkeit!‘ , sagte ich zu mir selbst, sicher, dass es funktionieren würde.

Irgendwie fand ich den Weg ins Vorland, und als ich dort ankam, lief mir direkt ein ortskundiger Jäger in die Arme. Ich fragte ihn nach dem schnellsten Weg nach Fiederhag, der Jäger bot mir daraufhin an, mit ihm mit zu fliegen. So kamen wir schnurstracks in jenem kleinen Ort an, an dem sich Jäger und Gejagter ‚gute Nacht‘ sagen. Marcechampf empfing mich mit aller Herzenswärme, schien allerdings nicht sehr beeindruckt und etwas konfus, als ich ihm meinen Plan erzählte. „Du möchtest was ?!“, antwortete er mir, als ich ihm nach einem seiner Reittiere fragte. „Ja, es ist zwar eher eine Schnapsidee, aber ich versichere dir, dass er keinen Schaden erleiden wird! Und wenn doch, hey – ich bin eine professionelle Heilerin – da kann nichts schief gehen!“ Ich versuchte ihn mit Augenzwinkern und einem verschmitzten Lächeln zu überreden. Aber er blieb stur. „Nein, das kommt nicht in Frage! So etwas gestatte ich nicht mal dir als Kriegern des Lichts! Du musst eine andere Lösung für dein Problem finden…“ Entrüstet und mit dezent wütendem Gesicht verließ er meine Gegenwart und entschwand in die Jägerhütte. Ich blies meine Wangen auf und wurde selbst wütend. „Pfff … es gibt noch andere, die mir helfen können!“, brummelte ich und ging zu Priorfaix.

„Nein, auf gar keinen Fall! Mein Dickerchen hüte ich wie meinen Augapfel!“, stammelte der Elezen und widmete sich wieder seiner Chocobopflege. Mit verschränkten Armen und wippendem Fuß stand ich hinter ihm, erst ganz leise, brüllte dann aber „HÖR MAL ZU !!!“ Er und sein Chocobo schreckten zusammen und starrten mich entsetzt an. Ich holte tief Luft und brüllte erneut „Wenn mir niemand von euch helfen möchte, dann…“

„Ist ja schon gut…“, unterbrach Priorfaix mich. Er wedelte mit den Armen vor mir hin und her und versuchte, mich zu beruhigen. „…aber wieso in Eufels Namen denkst du, dass diese Idee funktionieren wird?“ Ich überlegte kurz. „Es muss einfach. Zum Einen habe ich durch meine Nachforschungen den besten Weg ausgeklügelt. Und zum Anderen … fiel mir nichts besseres ein.“ Peinlich berührt schmunzelte ich, als Priorfaix mir Sattel und Gizar-Angel reichte. „Wenn dem Kleinen was passiert, dann wird das Konsequenzen mit sich ziehen. Auch für dich, Kriegerin des Lichts.“ Er schien nicht sehr glücklich über diese Entscheidung und auch etwas besorgt. Nachdem er mir auf den Rücken des Federviehs half, legte ich noch einmal meine Hand auf seine Schulter und sagte voller Entschlossenheit „Das wird funktionieren!“ Dann machte ich mich auf dem Rücken des fetten Chocobo auf zur Gubal Bibliothek.

Und da stand ich nun. Vor dem großen Tor. Auf dem Rücken eines etwas zu liebevoll gepflegten, gelben Vogels.Er wippte hin und her und ich grübelte. ‚Sollte ich das wirklich tun? Ich habe keine andere Wahl! Oder soll ich vielleicht durch ein Fenster…‘ Die Gedanken in meinem Kopf schwirrten wild umher. Bis plötzlich ein Cockatrice vorbeikam und den dicken Vogel aufschreckte. Als der Vogel dann auch noch meine Gizar-Angel bemerkte, war alles vorbei und er lief in gerader Linie auf das Tor der Bibliothek zu. Jetzt hieß es „Augen zu und durch!“ und tatsächlich schaffte es der Chocobo, mit seinem  Gewicht das Tor aufzubrechen!

Wir stolperten und fielen zu Boden. Dem Vogel schien es nichts auszumachen, er wandte sich dem Gizarkraut zu und verschlang es genüsslich. Ich hingegen musste mich erst einmal aufrappeln. Was ich dann allerdings sah, ließ meinen Atem stocken…

Chocobo maaaaarsch!

Screenshots aus Final Fantasy XIV

Bilderquellen: FF Almanach / FF Wiki

Franziska
Über Franziska 484 Artikel
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