Hydaelyns Historia – heute: von Miezen und Mädchen

Vorgeschichte

Alles war leer. Die ganze Bibliothek schien völlig leer zu sein – abgesehen von dem Chaos, welches mein gelbgefiederter Freund und ich angerichtet hatten. Die Monster, die mich vor Kurzem noch aus diesem Gebäude vertrieben, waren allesamt verschwunden. Was war hier los?

Ich rappelte mich auf, klopfte den Dreck von meiner Kleidung ab und wollte den Chocobo anbinden. Angesichts dieses Trümmerhaufens flog er aber direkt davon und lies mich allein zurück. ‚Soll ich nun erstmal aufräumen?‘ fragte ich mich. Ich drehte meinen Kopf nach links und rechts, schaute unter meine Füße und weit nach vorn. ‚Das kann ja … vielleicht noch etwas warten‘ sagte ich und lief schnurstracks die wandelnden Treppen hinauf, um nachzuschauen, was hier geschehen war.

Es war ein Desaster.

Alles sah noch unaufgeräumter auf, als zuvor. Viele Bücher lagen auf dem Boden, waren zerrissen oder trugen böse Flecken auf ihrem Einband. Kein Regal war mehr voll mit Büchern oder Schriften, die meisten davon lagen zerstreut davor. Ein trauriger Anblick.

Ich streifte weiter durch die Bibliothek und hörte plötzlich ein Klacken und Zischen. Als ich näher an das Geräusch herantrat, bemerkte ich, dass es nur eine flackernde Lampe war. Ein leises Seufzen entwich meinem Mund und ich wollte eigentlich wieder weitersuchen, jedoch erregten einige Pergamente meine Aufmerksamtkeit. Behutsam sammelte ich sie auf und entknitterte sie auf einem großen Schreibtisch. Als ich die Abbildungen sah, erschrak ich etwas.

‚Ist das Fran?‘ fragte ich mich und sah mir die Zeichnungen auf den Papieren genauer an. Nein, es war nicht Fran, aber es waren Viera. Zum Eufel! Es waren doch tatsächlich Zeichnungen von Viera auf diesen Schriftstücken zu sehen! Viel hatte Fran uns von ihrem Volk nicht erzählt, und ich wurde neugierig. Ich studierte die Zeichnungen und Artikel genau und warf dabei aus versehen ein Buch vom Schreibtisch. Ganz gedankenverloren legte ich es zurück auf den Tisch und schlug es auf. Es verschlug mir die Sprache, als ich die Abbildungen auf den Seiten sah.

Männer, einem Roegadyn nicht unähnlich, mit Fell überdeckt und ihre Köpfe sahen aus, wie die von Löwen und Tigern. Ich fragte mich, ob dies ein neues Experiment von garleiischen Wissenschaftlern sei, aber dann ließ ich kurz von den Viera ab und versuchte, die Inschriften unter diesen Bildern zu entziffern.

‚Hroth … gar … Hrothgar!‘

Aber was hatte es damit auf sich? Und warum liegt hier so etwas in der Gubal Bibliothek herum? Fragen über Fragen, die mich weiter nicht bekümmerten, da mich diese beiden Völker faszinierten… Und ich wollte mehr herausfinden! Also suchte ich tiefer und tiefer in den Aufzeichnungen nach Informationen…

Die Hrothgar in Eorzea

„Wegen ihrer scharfen Klauen und vortretenden Fangzähne wurden die aus Ilsabard stammenden Hrothgar seit jeher für ein barbarisches Volk gehalten. Ihr imposantes, raubkatzenähnliches Äußeres sorgte nicht selten für Konflikte mit anderen Völkern. Letztendlich war es die Verbreitung der gemeinsamen Sprache, die gegenseitiges Verständnis und Annäherung brachte. Die Geburt eines Mädchens ist bei ihnen ein so außergewöhnliches Ereignis, dass weibliche Hrothgar nur äußerst selten anzutreffen sind.“

„Es waren die Hrothgar in einem entlegenen Winkel im Norden von Ilsabard, die als Erste Pistolengriffe an ihre Klingen montierten und so eine gänzliche neue Waffengattung schufen. Die Trommeln ihrer Waffen luden sie mit magieangereicherten Patronen, die bei Betätigung des Abzugs ihre Zauberladung mit einem Mal abfeuerten. Königin Gunnhildr erkannte die Kampfkraft und schuf eine persönliche Leibgarde, deren Angehörige sich stolz nach dem Prototyp der neuen Waffe benannten: die Revolverklingen.“

Es wurden bisher zwei verschiedene Unterarten entdeckt, die sich wie folgt unterscheiden:

Helions
„Diese Hrothgar, gekennzeichnet durch warme Erdtöne ihres Fells, scharten sich hauptsächlich um ihre Königin, die über die Bozja-Region herrschte. Sie selbst hatten nie einen Namen für ihren Volkstamm, erst die Außenwelt taufte sie „Helions“: Ein Begriff aus der gemeinsamen Sprache für Kometen, welche die Sonne umkreisen, und zugleich Sinnbild für die sich um ein weibliches Oberhaupt versammelte männliche Gesellschaft.“
Losgesagte
„Vor vielen Generationen verließen die Hrothgar, die sich durch kühle, gedeckte Fellfarben auszeichnen, ihre Siedlungen für ein Dasein als Nomaden. Heutzutage trifft man sie als kräftige Saisonarbeiter, unerschrockene Söldner oder geschickte Händler. Man nennt sie „Die Losgesagten“, gleich dem Kometen, der sich der Anziehungskraft seiner Sonne entzog, um frei durch die Finsternis des Firmaments zu ziehen.“

Hrothgar = Ronso ?!

In anderen Welten werden die Hrothgar auch „Ronso“ genannt.

Die Ronso sind muskulöse, anthromorphe Katzen-Humanoide aus Spira, wo sie am am Fuße des Berges Gagazet leben. Dieser ist ihnen heilig und sie sehen es als ihre Lebensaufgabe, diesen mit Leib und Seele zu schützen. Sie werden von anderen Völkern als ehrenvolle und loyale Krieger bezeichnet, die leicht aus der Haut fahren können. Über ihre Kultur ist nicht viel bekannt, da sie sie wie auch ihr Volk schützen und ihre Geheimnisse für sich bewahren. Es wird gesagt, dass die männlichen Ronso ihre beschützerischen und mächtigen Gene an ihre Kinder, die „Welpen“ genannt werden, weitergeben. Trotz, dass ihr Stamm aus nicht vielen Mitgliedern besteht, haben sie es geschafft, sich so weiterzuentwickeln, dass eigentlich alle Ronso mit überlegenen Fähigkeiten gesegnet und eins in Körper und Geist sind.

Die charakteristische Darstellung eines männlichen Ronso

Die Ronso sind von humanoider Gestalt und meist mehr als zwei Meter groß. Die männlichen Vertreter sind wesentlich größer und muskulöser als die weiblichen, diese besitzen dafür einen insgesamt schnelleren und athletischeren Körpertyp. Ihre humanioden Wesenszüge sind mit denen von Katzen vermischt, beispielsweise laufen sie auf ihren Ballen, besitzen kräftige Klauen als Hände und haben reißerische Fangzähne. Ihre Ohren sind denen von Menschen nicht unähnlich, haben jedoch eine eher elfenförmige Form. Dem männlichen Ronso wächst ein Horn aus der Stirn, das Status und Macht demonstriert. Es im Kampf zu verlieren, wird als beschämend angesehen. Neben ihrem Leoninen-Schwanz, der etwa halb so lang ist wie der gesamte Körper, sind ihre Körper meist mit blauem Fell bedeckt und weiß gefleckt. Es ist bei den männlichen Ronso dichter, als bei den weiblichen. Die Mähne wird meist zurückgebunden oder auf verschiedenste Weisen geflochten.

Zeichnung einer Ronso-Familie

Die Ronso sehen die menschliche Sprache als eine Art Demütigung an, weil sie aufgrund ihrer Komplexität die Menschen als Rasse besser darstellen sollen. Sie sind zwar in der Lage, wie Menschen zu sprechen, haben die Sprache aber auf individuelle Art und Weise umgestaltet. Zum Beispiel ist die teilweise fehlende Grammatik absichtlich. Außerdem vermeiden sie Personalpronomen und beziehen sich stattdessen immer direkt auf Personen, einschließlich sich selbst, und sprechen diese mit Namen an.

Bekannte Ronso: Kimahri Ronso (FF X)

Kimahri Ronso ist ein junger Krieger der Ronso vom Berg Gagazet. Er ist ein sehr schweigsamer, aber loyaler Freund und Krieger. Er beherrscht die Technik „Dragonik“ die, eines Blaumagiers nicht unähnlich, ihm die Fähigkeiten seines Gegners einverleibt. Er ist ein „Ausgestoßener“, da er in einem Kampf sein Horn verlor. Er spricht kaum und widmet sich ganz dem Schutze der Bedürftigen. Nachdem die große Gefahr Sin besiegt wurde, wird er zum Ältesten seines Stammes ernannt.

Kimahri Ronso (FF X)

Die Viera in Eorzea

„Dieses kleine Volk, dessen Name ‚Bewohner des Waldes‘ bedeutet, ist ursprünglich auf dem Kontinent Othard beheimatet. Lange Zeit lebten sie in einer kleinen, abgeschiedenen Gemeinschaft tief im Wald, doch in letzter Zeit sieht man immer wieder, wie sie sich in die Gegenden anderer Völker vortrauen. Erwachsene, männliche Individuen werden nur extrem selten beobachtet.“

„Die Viera sehen Hyuran und Elezen nicht unähnlich, zeichnen sich aber durch hoch am Schädel sitzende, lange, behaarte Ohren aus.“

Zwei Unterarten der Viera wurden bislang in Eorzea gesichtet:

Rava
„Dank ihrer dunkelbraunen Gesichtsfarbe scheinen die Rava in der Dunkelheit zwischen den Bäumen zu verschwinden. Sie sind dem Kodex des Grünen Wortes verpflichtet und beschützen den von ihnen als heilig erachteten Dschungel von Golmore mit Pfeil und Speer. Nur selten verlassen sie den Dschungel, der zwar unter dalmacanischer Herrschaft steht, von den Rava aber als ihnen gehörend angesehen wird.“
Veena
„Die weiße Haut der Veena erinnert an die schneebedeckten Gipfel ihrer Heimat, das Skatay-Gebirge. Im Schatten seiner rauen Hänge leben sie seit Jahrhunderten als Sammler und Jäger und meiden jeglichen Kontakt zu Fremden. Einzelne Angehörige der Veena kehrten diesen Traditionen den Rücken. Einige sollen sich nach dem großen Krieg sogar nach Eorzea gewagt haben.“

Viera in FF XII

Die Viera haben, im Gegensatz zu sen Menschen, längere Gliedmaßen. Ihre Lebensdauer ist ungefähr dreimal so groß wie die von Menschen. Sie wachsen als Kinder wie Menschen, aber nach Erreichen des Erwachsenenalters behalten die Viera ihr Aussehen bis ins hohe Alter. Durch ihre charakteristisch langen Ohren besitzen sie ein außergewöhnlich gutes Gehör, überhaupt sind ihre Sinne schärfer als die anderer Völker. Es wird gesagt, dass das Viera-Gehör ihnen ermöglicht, Änderungen des Wetters und die Bewegung aller Lebewesen in den Wäldern, in denen sie leben, zu spüren. Die meisten von ihnen haben weiße Haare, aber jene die unter Menschen wohnen, sind auch dazu geneigt, diese zu färben. Ihre Haut ist weich und dunkel getönt, die langen Ohren sind mit Fell bedeckt und an den Spitzen meist gefleckt. Später wurde eine Unterart namens „Feol“ gesichtet. Sie unterscheiden sich physisch sehr von ihren Artgenossinen, haben kürzere Ohren, helle Haut und meist blonde Haare.

Männliche Viera sind bei der Geburt den Weibchen praktisch identisch, nur wenn sie erwachsen sind, können sie geschlechtsspezifisch identifiziert werden. Männliche Vertreter kehren nur ins Dorf zurück, um die männlichen und pubertären Kinder einzusammeln und ihnen die Jagd beizubringen. Sie leben fast ausschließlich in Siedlungen, die von weiblichen Viera  getrennt sind und kommunizieren nur mit ihnen, wenn sie sich paaren oder gemeinsam jagen und kämpfen müssen. Die männlichen Viera sind geheimnisvolle, ab und an auch bösartige Jäger und haben sich so sehr an das Leben in den Wäldern angepasst, dass niemand außer den Frauen jemals einen gesehen hat.

Bekannte Viera: Fran (FF XII)

Fran herrscht, gemeinsam mit ihrem Begleiter und treuen Freund Balthier, als Luftpiraten über Ivalisischen Himmel. Ihre Bewegungen sind grazil und elegant, doch sie ist auch eine stolze Kämpferin und eine intelligente Frau. Dadurch, dass sie als Viera ein insgesamt längeres Leben als normale Menschen (Hume) hat, kennt sie viele antike Geheimnisse und Mythen, und genauso viele Mysterien ranken sich um ihr eigenes vorheriges Leben. Ihre einzige Schwäche scheint die „Mysth“ zu sein, eine zauberhafte Nebel-Form, durch dessen hohe Konzentration Fran in den sogenannten Berserker-Zustand gebracht wird, wodurch sie ungeahnte und böse Kräfte entwickeln kann.

Sie stammt aus dem Golmore-Dschungel, aus einem Dorf namens Elt, wo sie zusammen mit ihren beiden Schwestern Jote und Mjirn lebte. Wie bereits erwähnt, leben sowohl weibliche als auch männliche Viera ein eher abgeschottetes und zurückgezogenes Leben – das reichte der abenteuerlustigen Fran allerdings nicht. Ohne einen Blick zurück verließ sie Dorf und, laut Gesetz, darf sie nie wieder dorthin zurückkommen. Dies stört sie allerdings kaum, denn sie hat ihre neue Berufung als Luftpiratin und in Balthier einen loyalen Freund und Unterstützer gefunden.

Weitere Sichtungen

In Final Fantasy Tactics Advance sind Viera die einzige Rasse, die Beschwörer- oder Elementalisten-Jobs annehmen können, da sie die Fähigkeit besitzen, mit der Geisterwelt zu kommunizieren. Außerdem besitzen sie eine gewisse Leichtigkeit und Schnelligkeit, wozu sie prädestiniert sind für Berufe wie zum Beispiel den Assassinen. Sie leben in der Stadt Muscadet, die tief im Wald verborgen ist. Ihre wunderschönen, weiße Haare sehen die Viera als Segen an, denn das ist für sie die schönste Farbe.

In Final Fantasy Tactics Advance 2: Grimoire of the Rift werden Viera mehr als Kriegerinnen angesehen und können größere und schwerere Waffen tragen und neue Jobs annehmen.

In Final Fantasy Tactics S können sie alle Jobs annehmen, die es auch in den beiden vorherigen Ablegern gibt. Unter anderem wurden exklusive Jobs eingeführt, darunter der Tänzer (Dancer) und der Zwiebel-Ritter (Onion Knight).

Gedankengänge

Wahnsinn… das ist Wahnsinn… ich schlug die Bücher zu, band alle Pergamente wieder zusammen und versuchte, sie irgendwie ordentlich in ein Regal zurückzulegen. Vergebens. Meine Hände zitterten, ich war nervös. Richtig nervös. Mein Kopf war voller offener Fragen. Ich bekam Angst … aber wovor?

Als wir vor einigen Jahren auf Yugiri trafen und sie uns durch die Heimat der Au’ra führte, war das faszinierend. Ich habe mich mehrere Wochen lang in der Azim-Steppe aufgehalten und sogar die Unterwasserstadt Sui-no-Sato einige Tage mein Zuhause genannt. Fremde Völker und deren Kulturen kennen zulernen macht Spaß, klug und weckt in einem das Verlangen nach mehr. Man möchte mehr von der Welt sehen. Über den Horizont hinaus und danach auch immer weiter. Othard ist nun neben Eorzea meine zweite Heimat und ich fühle mich sehr wohl dort, auch wenn es anfangs etwas befremdlich war. Aber so ist das doch immer. Egal, ob wir uns durch einen Dungeon kämpfen, einen neuen Ort besuchen oder gar in fremde Länder reisen. Das Wichtigste dabei ist, dass man immer daran denken sollte, dass ‚Zuhause‘ dort ist, wo das Herz ist.

Zurzeit ist mein Herz gefühlt überall und ich fühle mich in ganz Eorzea zuhause!

Ich muss Fran unbedingt meine Aufzeichnungen zeigen, sie wird Augen machen … oder mich vielleicht umboxen. Wer weiß, wie sie die Schriften und Informationen über ihr Volk findet. Vielleicht war das ja noch nicht alles? Ja, oder vielleicht sind alle Informationen gänzlich falsch und irgendjemand wollte Mumpitz über die Viera reden! Ich muss unbedingt zu Fran und wissen, was sie davon hält! Und vielleicht weiß sie ja auch etwas über die Hrothgar. Sie sehen zwar etwas unheimlich aus … als hätte sich ein Roegadyn mit einem Löwen gepaart oder sowas … aber ich denke, dass sie wahrhaft starke und entschlossene Krieger sind und uns Eorzea’r im Kampf unterstützen könnten! Ich meine, sie haben ihre eigenen Waffen, die „Revolverklingen“ erfunden. Intelligent scheinen sie auch zu sein!

Mein Weg führt mich weiter durch die Bibliothek, durch hundert Gänge und über tausend Treppenstufen. Irgendwann lande ich in einem fast leeren Saal, nur ein großes Buch ist in der Mitte ausgebreitet. Ich halte einen Moment inne und denke nach.

Und ich frage mich:

Wo sind denn alle hin ?!?!

Screenshots: Final Fantasy XIV online

Quelle: SHADOWBRINGERS Website

Weitere Quellen: FF Wiki (Fandom)

Franziska
Über Franziska 488 Artikel
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