Review: Final Fantasy Resonance
Vielen Dank an Square Enix & MSM.digital für das Bereitstellen der von uns genutzten Review-Version!
Wir haben dieses Spiel für PS5 getestet.
Mit Final Fantasy Resonance erhalten wir das erste Final Fantasy im HD-2D-Stil, einer Pixelart-Optik mit moderner Beleuchtung und dynamischer Kamera, die viele bereits aus Octopath Traveler, Triangle Strategy oder den Remakes von Dragon Quest 1–3 kennen. Die Handlung basiert auf dem Mobile-Titel Final Fantasy Brave Exvius, wurde für diese Version jedoch grundlegend neu geschrieben.
Ob der Spagat zwischen Nostalgie und modernem RPG-Design gelingt, erfahrt ihr in unserer Review.
Story und Charaktere
Das Spiel beginnt ganz klassisch. Wir lernen den Protagonisten Rain und seinen Kindheitsfreund Lasswell kennen. Beide sind Ritter aus dem Königreich Grandshelt. Eines Tages erhalten wir den Auftrag, den Erdschrein zu untersuchen, dessen magische Barriere geschwächt wurde, und die Ursache dafür herauszufinden.
Sobald wir die innerste Kammer des Schreins erreichen, treffen wir auf de Veritas – der Finstere. Wir werden von seiner immensen Macht überwältigt, besiegt und der Erdkristall wird zerstört.
Zurück in der Stadt Grandshelt erwartet uns pures Chaos und Zerstörung. Hier werden uns die Antagonisten des Spiels vorgestellt: die Geschworenen Sechs. Durch einen mysteriösen Zwischenfall überleben wir diese Konfrontation. Dabei lernen wir eine weitere Begleiterin kennen: Fina, die ihr Gedächtnis verloren hat.
Um die übrigen, über die Welt verstreuten Kristalle zu schützen, machen sich Rain und Lasswell auf die Verfolgung der Geschworenen Sechs. Sie werden von Fina begleitet, dem mysteriösen Mädchen, das sie in Grandshelt trafen.
Kampfsystem
Das rundenbasierte Kampfsystem mit Zeitleiste erinnert an die Octopath Traveler-Reihe oder Final Fantasy X. Zusätzlich gibt es eine Stagger-Mechanik, die wiederum an die aktuelle Final Fantasy VII Remake Reihe oder Final Fantasy XIII angelehnt ist.
Die Mischung dieser Systeme macht richtig Spaß und birgt viele taktische Möglichkeiten. So müssen wir zunächst die Elementarschwäche des Gegners herausfinden und mit dem entsprechenden Element die Staggerleiste abarbeiten, bis der Gegner „geschockt“ ist. Im Schockzustand nimmt der Gegner nun noch mehr Schaden und kann somit leichter besiegt werden.
Apropos Schockzustand. Jeder Charakter, der einen solchen Zustand auslöst, erhält eine zusätzliche Aktion in einer Bonusrunde. Werden allerdings alle Gegner in derselben Runde geschockt, erhalten wir den radikalen Schock. Hier dürfen alle Charaktere ran und noch einmal in die Bonusrunde. Zum Abschluss darf man diese mit einem Resonanzangriff einer ausgerüsteten Vision abschließen. Diese machen dann noch einmal ordentlich Schaden oben drauf.
Und da wir gerade bei Visionen und deren Resonanzangriffen sind: Die Visionen sind ein wichtiger Bestandteil von Final Fantasy Resonance und ermöglichen eine zusätzliche Individualisierung unserer Protagonisten.
Wir erhalten die Visionen beim Erkunden der Welt in diversen Schreinen. Die Gesichter dürften vielen bekannt vorkommen! Hier blüht das Fan-Herz natürlich auf, wenn man auf die Protagonisten der Final-Fantasy-Hauptreihe stößt. Jede Vision hat eigene Fertigkeiten und passive Upgrades im Gepäck. So ist Cloud zum Beispiel bei Rain oder Lasswell besser aufgehoben, da er die Stärke erhöht und physische Angriffe im Repertoire hat. Y’shtola mit ihrem magischen Fokus wäre dagegen eher bei Fina.
Das heißt aber nicht, dass ihr das nicht auch anders herum ausrüsten und spielen sollt. Ganz im Gegenteil: Dadurch, dass die Visionen auch pro Charakter gelevelt werden müssen, kann man die passiven Fähigkeiten auch ohne die Vision ausgerüstet zu haben, auswählen.
Dadurch ergibt sich einiges an Planung für die Charaktere. Wer beispielsweise Terra auf das maximale Level gebracht hat, hat Zugriff auf den Limitrausch, wodurch die Schadensgrenze von 9.999 angehoben wird. Ein Muss für das Endgame!
Präsentation und HD-2D Stil
Zum ersten Mal haben wir also ein Final Fantasy mit HD-2D-Pixel-Art-Grafik. Wie gut ich das persönlich finde, habe ich, glaube ich, schon oft genug erwähnt.
Allerdings hat Square Enix hier noch einen Schwung draufgelegt, was man gerade in den Story-Sequenzen sieht. Die Resonanzangriffe der Visions sind allerdings 3D-gerenderte Spezialsequenzen. Das ist ein Überbleibsel aus Brave Exvius. Da kann ich mir vorstellen, dass das einige stören könnte, da es doch ein wenig den Stil bricht.
Und da ich gerade von vertrauten Gesichtern gesprochen habe: Natürlich haben wir auch altbekanntes mit an Bord. Egal, ob es sich um Luftschiffe, Mogrys, Chocobos oder bekannte Beschwörungen handelt. Diese sind selbst in der Pixelgrafik wirklich hübsch anzusehen.
Als Fan wird man bei der Musik definitiv einiges wiedererkennen. Der Soundtrack ist sehr gut und lädt zum Verweilen in den verschiedenen Zonen ein. Auch die Sprachausgabe ist gut gelungen und fügt sich toll in die schöne Pixelgrafik ein.
Umfang und Sidecontent
Das Spiel bietet drei verschiedene Schwierigkeitsgrade, die jederzeit frei eingestellt werden können. Das ist besonders praktisch, wenn man nicht so viel Zeit hat und nur die Story genießen möchte oder sich nach einer Herausforderung sehnt. Ich habe immer wieder den Schwierigkeitsgrad gewechselt, bin dann aber beim normalen Modus geblieben. Für das Grinden von Level Ups oder Gil bietet es sich jedoch an, die leichte Variante zu nutzen.
Final Fantasy Resonance bietet auch abschnittsweise immer wieder einige Sidequests. Diese sind überschaubar, fügen sich aber gut in die Welt und die Story ein.

Wer sich nur auf die Story und die Sidequests konzentriert, sollte etwa 25 bis 40 Stunden einplanen.
Wer mehr investieren möchte, kann sich über viele weitere Beschäftigungen freuen. Neben dem Erkunden der Welt gibt es noch ein Kolosseum, das Sammeln der „Ultimativen Waffen”, ein paar Minigames wie Seilhüpfen (Vivi freut sich) und natürlich einen Superboss!
Wer alles schaffen möchte, muss wohl eher 50 bis 70 Stunden einplanen.
Die Wertungen
Damit kommen wir dann zu den Wertungen.
Story:
Die Geschichte wirkt sehr klassisch und ist bis zu einem gewissen Punkt vorhersehbar. Gegen Ende wurde ich dann aber doch noch einmal überrascht.
Grafik:
HD-2D Pixel Art. Was soll ich noch sagen? Ein absoluter Hingucker. Alles wirkt unglaublich einladend, farbenfroh und mit viel Liebe zum Detail gestaltet.
Musik:
Der Soundtrack ist vollgepackt mit richtig schönen Tracks. Die lassen immer wieder mal auch in Erinnerungen schwelgen.
Gameplay:
Lange wurde nach einem rundenbasierten Final Fantasy geschrien. Hier ist es! Und das auch noch sinnvoll in die Moderne gebracht mit der Stagger- und Visions-Mechanik.
Gesamtwertung
Auch wenn die Geschichte etwas zu klassisch wirkt und ich mir hier ein wenig mehr wünschen würde, so ist Final Fantasy Resonance ein waschechtes Final Fantasy mit zeitloser Grafik und Gameplay.
Fazit
Nostalgie in Pixel-Perfektion! So würde ich Final Fantasy Resonance in wenigen Worten beschreiben.
Ich kann es nicht oft genug sagen. Die HD-2D-Grafik ist eine der besten Spieleoptiken der letzten Jahre. Ich war lange nicht mehr so gefesselt wie von diesem Spiel. Es lässt sich wunderbar zwischendurch spielen und respektiert meine Zeit, indem die Welt nicht zu groß ist und es nicht zu viele generische Sidequests gibt.
Die Charaktere sind toll und machen Spaß. Hin und wieder laden diverse Konversationen zum Schmunzeln ein. Und das rundenbasierte Gameplay wurde wirklich sinnvoll in die Moderne geholt.
Ich wünsche mir direkt einen Nachfolger! (Ja, Final Fantasy Brave Exvius hatte deutlich mehr Story zu bieten.) Alternativ würde ich mich über ein Final Fantasy VI Remake in diesem Pixel-Stil freuen.
An dieser Stelle kann ich nur eine klare Kaufempfehlung aussprechen und mich mit diesen Worten bis zum nächsten Beitrag verabschieden!
Final Fantasy Resonance erscheint am 22.10.2026 für Steam, Nintendo Switch 1 & 2, Playstation 5 sowie Xbox Series X/S.
Neben der Standard-und Digital-Deluxe-Edition gibt es eine Collectors-Ausgabe mit Artbook, Soundtrack-CD und Aryl-Set.

















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