Review: NieR: Automata DLC 3C3C1D119440927

Kann der zusätzliche Inhalt wirklich überzeugen?

  1. Review: NieR: Automata
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Seit dem 10.03.2017 ist NieR: Automata im Handel erhältlich. Ich war sehr überzeugt von dem neuen, actiongeladenen Titel von Square Enix, wie ihr hier in unserem Review lesen könnt. Nachdem ich das Spiel nach und nach komplettierte, kam in mir der Drang auf, mehr aus der Welt von Automata zu sehen oder gar zu erleben. Ich hatte definitiv noch nicht genug. Als dann die Ankündigung zum DLC kam, sprang mein Herz höher. Endlich gibt es mehr zu tun. Seit dem 02.05.2017 haben wir die Chance, den DLC mit dem Titel 3C3C1D119440927 zu spielen. Doch hier stellt sich die Frage: Kann der DLC überzeugen? Hier habt ihr die Antwort!

Ab diesem Moment kann es zu leichten Spoilern kommen! Die Spoiler beziehen sich sowohl auf das Hauptspiel, als auch auf den DLC!

Alles beginnt mit einer anonymen Mail

Der DLC beginnt relativ unspektakulär. Man bekommt eine Mail von einem anonymen Absender, in der Koordinaten stehen. Diese Koordinaten führen euch zu bereits bekannten Orten, nämlich zu den zuvor verschlossenen und von Maschinen bewachten Türen/Fahrstühle. Doch dieses Mal könnt ihr diese betreten und dort in Arenen Prüfungen absolvieren.

Die Handlung ist im DLC relativ klein gehalten. Ihr werdet nach und nach mit Maschinen konfrontiert – wie sie denken, was sie fühlen, wie mit ihnen umgegangen wird. Philosophische Ansätze werden hier erneut geboten – dürfen Maschinen fühlen? Können Maschinen Familie haben? Haben sie eine Seele? Das sind Dinge, die auch schon im Hauptspiel vorkamen. Allerdings übernehmen sie im DLC die Hauptrolle. Wie man bereits aus der Hauptgeschichte weiß, gibt es im NieR Universum keine eindeutige Linie zwischen schwarz und weiß. Jeder  Charakter hat seine Geschichte, seine Beweggründe. Der DLC erweitert die Geschichte in Automata ein wenig, schadet dieser aber nicht. Nach wie vor ist das Hauptgeschehen auch ohne den DLC nachvollziehbar. Und trotzdem, obwohl es nur ein kleiner, tieferer Einblick in die Maschinen ist, weiß die Story einen zu packen und zu fesseln.

Die Arenen und das Spielprinzip

Nun kommen wir zum Gameplay. Der Fokus liegt in diesem DLC eindeutig auf dem Kampf. Man betritt drei Arenen und kämpft sich dort jeweils durch sechs Prüfungen und eine Spezialprüfung. Eine Arena befindet sich im Waldgebiet, eine in der Wüste und die letzte in der versunkenen Stadt. Eine Arena konzentriert sich auf Kämpfe mit Handicaps (kein Ausweichen, kein Schaden,…), eine auf Maschinenkämpfe (das berühmte Fernsteuern von Maschinen) und eine Arena befasst sich mit dem reinen Kampf (ohne Handicaps). Die regulären Prüfungen sind relativ gut machbar, hier und da vielleicht ein bisschen fordernd. Sie machen unheimlichen Spaß und runden das Kampfsystem ab, da man sich hier schon deutlich mehr austoben kann, als im Hauptspiel.
Die speziellen Prüfungen sind hier eine komplett andere Geschichte. In einem Modus muss man innerhalb eines vorgegeben Zeitlimits so viele Maschinen, wie möglich, vernichten. Der andere Modus verlangt den Kampf als Maschine und das man mit dieser eine bestimmte Anzahl an Gegnern innerhalb des Zeitlimits besiegt. Die andere Spezialprüfung ist ähnlich wie die mit den Maschinen aufgebaut, nur dass man hier als normaler Charakter antritt. Diese Modi stellen den Schwierigkeitsgrad des Hauptspiels ordentlich in den Schatten, denn hier wird man wirklich gefordert. Für diese Prüfungen muss man neben einem angemessenen Level auch das komplette Gameplay von NieR: Automata verinnerlicht haben. Jeder Schlag, jedes Ausweichen und jeder Schuss zählt. Ein Fehler endet hier auch sehr schnell tödlich. Das mag für den einen ein negativer Punkt sein, für den anderen ein positiver. Dementsprechend fließen die fordernden Prüfung eher neutral in die Wertung.
Was allerdings negativ aufstößt ist die Spezialprüfung in der Arena von 9S. Das Hauptspiel weist einen zwar in das System des Hackens und das Fernsteuern von Maschinen ein, jedoch geht dieser Aspekt stets unter. Plötzlich lädt man sich den DLC herunter und das Spiel verlangt eine perfekte Steuerung dieser Maschinen von einem. Glaubt mir, die Spezialprüfung in dieser Arena hat es in sich. Für solch eine Arena hätte man, meiner Meinung nach, zumindest schon im Hauptspiel den Spieler sensibilisieren sollen. Mir hat der 9S Part jedenfalls sehr wenig Spaß gemacht.

Das Design der Arenen finde ich auch eher dürftig. Zwei der Arenen ähneln sich optisch sehr stark. Auch die verschiedenen Prüfungen bieten wenig Abwechslung. Insgesamt macht das Kämpfen zwar Spaß, aber etwas mehr Abwechslung hätte man sich hier schon gewünscht. Prüfungen, die z.B. das Hacking-Minispiel beinhalten wären nett gewesen.

Dafür können die Belohnungen für die verschiedenen Prüfungen überzeugen: Es gibt drei neue Outfits (bekannt aus dem Vorgänger), sowie einige neue kosmetische Gegenstände (wie z.B. Haarfarben). Diese sind durchaus gelungen und sehen toll aus! Die Hoffnung auf weitere Outfits und Gegenstände ist dementsprechend sehr groß. In meinem Falle wäre das Thema Drakengard für künftige DLCs interessant.

Fazit

Insgesamt bietet der DLC für 13,99€ genug Content, um einen bei Laune zu behalten. Die Inhalte sind zwar nicht besonders abwechslungsreich, aber das durchaus gelungene Kampfsystem trägt zum Spielspaß bei und lässt einen dadurch den DLC trotzdem genießen. Die Geschichte bietet alte Aspekte, die hier aber etwas genauer betont werden und somit trotzdem sehr interessant wirken. Auch das Eingliedern der ganzen Kostüme und kosmetischen Gegenstände ist durchaus sinnig und macht es übersichtlich. Eine bessere Lösung als zig Einzeltransaktionen. Wer von 2B, 9S und A2 nicht genug bekommt und härtere Herausforderungen sucht, kann mit dem DLC nichts falsch machen.

Den DLC bekommt ihr auf Steam und im PSN für einen Preis von 13,99€.

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