NieR: Replicant – Review

NieR Replicant ver.1.22474487139… ist weder Remaster noch Remake, sondern eine verbesserte bzw. geupdatete Version des Spiels. Dies sagte zumindest Serienschöpfer Yoko Taro. Die überarbeitete Version des ursprünglich 2010 erschienenen Spiels kam hierzulande am 23. April 2021 für PlayStation 4, Xbox One und PC raus. Wir haben es für euch getestet und sagen euch wie es uns gefallen hat!

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Square Enix, die uns für dieses Review eine Version des Spiels für die PlayStation 4 zur Verfügung gestellt haben.

Geschichte

Der Anfang ist, wie für ein Yoko Taro-Game, sehr verwirrend. Wir finden uns in einer großen weiten Welt wieder in der wir den Protagonisten spielen, welcher seine Schwester Yonah vor der schlimmen Krankheit namens Runenpest heilen will. Dabei kämpfen wir gegen mysteriöse Schatten und gehen verschiedenen Hinweisen zur Heilung nach. Dabei treffen wir interessante Kameraden die uns auf unserem Weg begleiten.

So viel zum Grundgerüst. In Nier Replicant werden einige Nebenaufgaben angeboten, diese müssen nicht absolviert werden, allerdings macht es Sinn, sie in Angriff zu nehmen. Einige sind ermüdend und nicht mehr so ganz zeitgemäß, machen aber am Ende trotzdem Spaß, da wir gute Belohnungen dafür erhalten. Außerdem sorgen sie dafür, dass sich die Welt in sich selbst erweitert und wir mehr über die Bewohner lernen. Das Spiel erhält sehr viel mehr Struktur und Tiefe durch kleine und große Quests, die wir erledigen können. Was wirklich positiv an den Aufgaben ist, ist das wir nicht an die Hand genommen werden. In den meisten zeitaktuellen Spielen ist es üblich, dass uns jedes Ziel und jede Quest auf einer Karte angezeigt wird. In NieR erfahren wir nur etwas über die Quests, wenn wir uns die Welt ansehen und mit den Bewohnern sprechen. Haben wir eine Aufgabe angenommen, ist es erforderlich den Figuren zuzuhören, da uns nirgendswo angezeigt wird, wo unser Ziel ist. Aber keine Panik, im Menü können die Aufgaben und die Gespräche mit den Figuren immer wieder nachgelesen werden. Für alle die daran kein Interesse haben, können die Aufgaben auch einfach nicht gemacht werden. Also win – win für alle.

Soundtrack

100/100

Für Kenner der NieR-Serie muss hier kaum etwas zu gesagt werden, für alle Neueinsteiger verlinken wir ein Beispielvideo zum Anfangslied „Snow in Summer“. Komponist bei NieR Replicant ver.1.22474487139… war wie gewohnt Keichi Okabe.

Für die neue Version wurden die Songs ebenfalls neu aufgelegt und bestechen durch Epik und Gefühl. Sind wir auf den großen Feldern unterwegs, trägt uns die Musik in weite Ferne. Geraten wir in einen Kampf, werden wir von passenden Gesang und schnelleren Beats begleitet, ohne das sich das Lied künstlich ändert. Es ist faszinierend wie sich ein und der selbe Track dermaßen dynamisch in die verschiedenen Situationen integriert und interagiert. In den Bosskämpfen geht es dann erst richtig los – durch die Musik fühlen wir Ehrfurcht vor dem was vor uns liegt, aber auch gestärkt und ermutigt den Gegner zu plätten!
Allein der Soundtrack allein ist ein einziges Meisterwerk und selbst wenn ihr sagt, dass ihr weder mit dem Gameplay noch mit der Geschichte etwas anfangen könnt, solltet ihr einmal bei Spotify reinhören (Hier hat Square Enix Music alle Soundtracks zu NieR und NieR: Automata veröffentlicht.)

Grafik

90/100

Man darf hier keine Super-Highend-Grafik erwarten, doch hat es das Spiel auch gar nicht nötig und im Vergleich zur PlayStation 3-Version hat sich hier ordentlich etwas getan. War die Umgebung in der PlayStation 3 noch relativ flach gehalten, hat sie mit der PlayStation 4-Version nun ein ordentliches Upgrade erhalten. Auch haben wir uns hier einmal das Spiel auf der PlayStation 5 angeschaut, können hier aber jeden beruhigen, durch diese Konsole hat das Spiel keine bessere Grafik, egal ob auf PlayStation 4 oder PlayStation 5 die Grafik ist identisch.

Gameplay

90/100

Im Gegensatz zur ursprünglichen Version, wurde hier einiges in Angriff genommen! Das Kämpfen beispielsweise ist sehr viel dynamischer, wir spüren die Eindrücke vom Nachfolger, NieR: Automata, deutlich, sind allerdings mehr als zufrieden. Wer ein Fan von Hack n´ Slay -Spielen ist kommt hier völlig auf seine Kosten. Egal ob wir ausweichen, mächtige Schwertangriffe ausführen oder die Gegner mit unserer Magie in die Knie zwingen, jeder Schritt ist flüssig und macht Spaß. Auch das normale Laufen in der Umgebung ist geschmeidig, eine „Auto-Sprint“-Funktion wurde hinzugefügt und lässt uns durch die Welt rasen, als seien wir der nächste Ninja-Gott.

Das Gameplay besteht zudem nicht nur aus Kämpfen und Nebenaufgaben erledigen. Wir können noch ein Feld bepflanzen, Angeln gehen und müssen ab und an sogar verrückte Rätsel lösen, um in der Geschichte weiter zu kommen.

Die Welt

90/100

An sich möchten wir an dieser Stelle nicht so viel verraten, da wir möchten, dass jeder das Spiel für sich entdeckt. Einige Dinge wollen wir euch allerdings schmackhaft machen. Zum einen ist die große Welt von NieR: Replicant sehr abwechslungsreich, so dass jeder auf seine Kosten kommen wird. Vor allem für Fans von NieR: Automata werden einige Überraschungen in der Welt warten. Außerdem ist es sehr angenehm, dass es verschiedene Stilrichtungen im Spiel gibt, einige Szenen erinnern an Spiele wie Zelda, andere wiederum an Resident Evil oder Final Fantasy VII. Allein diese Vielfältigkeit macht es lohnenswert ins Spiel zu schauen.

Die neue Version

Die neue Version beinhaltet zusätzlich zum neuen Soundtrack auch eine komplett neu aufgenommene, englische Synchronisation mit allen bekannten Sprechern. Außerdem gibt es eine komplett neue Episode im Spiel und einen umfangreichen Extra Dungeon, dieser ist sehr herausfordernd und gibt uns nach bestehen neue Waffen und Outfits für unsere Hauptcharaktere. Außerdem haben auch die Sprecher aus NieR: Automata, 9S und 2B am Spiel mitgearbeitet. Lasst euch überraschen!

Fazit

Raffi

95/100

Das Spiel ist wie erwartet ein Meisterwerk. Klar gibt es schönere und modernere Spiele, jedoch darf nicht vergessen werden, dass wir hier ein 10 Jahre altes Grundspiel haben. Die Geschichte ist mitreißend, dramatisch und spannend. Das Gameplay macht auch nach 30 Stunden Spielzeit immer noch eine Menge Spaß und durch die Vielfalt die uns die verschiedenen Waffen und Zauber geben sind sie immer abwechslungsreich. Auch an der Welt kann ich mich nicht sattsehen, dazu begleitet uns dauerhaft ein wunderbarer Soundtrack. Das Grafikupdate ist sehr viel mehr als ein „Aufhübschen“, denn diese muss sich ehrlich gesagt nicht verstecken. Nier hat eben seinen eigenen Stil und seine eigene Erzählweise. Wir legen euch dieses Stück unterschätze Spielgeschichte wärmstens ans Herz! Erlebt die Geschichte von Nier, Kainé und Emil und findet ein Heilmittel für eure Schwester und die Welt. Das Spiel erhält von mir 95 von 100 Punkten! Wieso keine 100 von 100? Weil das ständige rumlaufen für Quests manchmal schon anstrengend sein kann, leider gibt es keine Schnellreise oder einen Speed-Modus. Aber das ist auch für mich das einzige Manko!

Stefan

100/100

NieR-Fan bin ich mehr oder weniger durch Zufall geworden, das Spiel landetet Ende 2010 im Einkaufwagen. Doch schon nach den ersten 1-2 Stunden hat mich das Spiel gefesselt, je weiter man in der Story kam, desto mehr wollte ich von ihr wissen. Von lustigen bis doch sehr traurigen Momenten ist hier alles dabei. So ist es nun auch wieder für mich im Remaster, es fesselt mich wieder an die Konsole. Auch nach mehreren Stunden gibt es noch reichlich im Spiel zu tun. Es gibt nur zwei kleine Kritikpunkte für mich, das teilweise lange Laufen für eine Nebenaufgabe und das bestimmtes Material, was für Nebenaufgaben und Waffenupgrades benötigt wird, immer noch schwer zu erhalten ist. Dennoch kann ich das Spiel jedem wärmsten empfehlen, ihr werdet damit viel Freude haben. NieR Replicant ist für mich ein Spiel mit sehr tiefer Story, die man an jedem Punkt genießen kann. Daher vergebe ich auch 100 von 100 Punkten!

Dustin

95/100

NieR:Automata war ein Meisterwerk, von dem man nur Positives gehört hatte. Nun sollte der Vorgänger dieses Meisterwerkes neu aufgelegt werden, jedoch war ich anfangs skeptisch, aufgrund des hohen Alters dieses Titels und ob es mich genauso wie sein Nachfolger in den Bann ziehen kann. Alle meine Erwartungen wurden übertroffen, ich hätte nicht gedacht, dass ich mich so in diesem Spiel verlieren könnte. Ob es durch die Gebiete wandern ist, um dabei der wunderbaren Musik zu lauschen, Strategien vor und während des Kampfes zu entwickeln und sich anzupassen, oder auch das stärkere Kopfkratzen entwickeln beim Lösen der Rätsel, das Spiel packt einen. Zudem ist die Schwierigkeitsoptimierung meiner Meinung nach sehr gelungen! Auf „Schwer“ muss man Bedacht und schnell vorgehen, während bei „Normal“ oder „Einfach“ mehr Fehler verziehen werden. Alles in allem kriegt das Spiel von mir 95 von 100 Punkten.

 

NieR Repicant steht seit dem 23. April 2021 für PlayStation 4, Xbox One und PC/Steam zur Verfügung.

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