Dissidia Final Fantasy NT – Review

Final Fantasy Disidia NT

Zu Beginn des Spieles wird eine zufällige Esper für uns ausgewählt, was diese dann für uns tut, wissen wir noch nicht. Jedoch erscheint ein sehr hilfsbereiter Mogry der uns, hoffentlich, bald alles erklären wird. Er bietet uns an, ein Tutorial zur Einführung zu spielen. Hier wird alles im Detail erklärt und wir dürfen sogar selbst, alle Moves und Tricks einmal ausprobieren und so unsere Techniken üben. Am Anfang, stehen uns 28 Charaktere zur Verfügung. Alle haben ihre eigene Art zu kämpfen und jeder ist einzigartig. Bröseln wir aber alles einmal auf um einen Überblick zu geben.
Hat man die circa 27 GB heruntergeladen und ist das Spiel initialisiert, kann es auch schon fast losgehen.

Der Kampf – Vorbereitung

Anders als in den meisten Beat`em Ups geht es in Dissidia Final Fantasy NT nicht um ein 1 vs.1 Match in der 2D, Seitenansicht, uns einfach die Köpfe einzuhauen. In diesem Spiel ist einiges zu beachten. Zuerst einmal gibt es im gesamten Spiel überwiegend 3 vs. 3 Kämpfe. Man wählt einen Charakter aus und versucht mit ihm sein Bestes zu geben. Bei den Kämpfern, gibt es verschiedene Klassen. Frontkämpfer, Fernkämpfer, Spezialisten und Assassine. Zu den Frontkämpfern zählen zum Beispiel, Cloud (FFVII) und Garland (FF), diese Charaktere teilen größeren Schaden aus als andere und sind nicht ganz so schnell. Fernkämpfer wie Shantotto (FF XI), Terra (FF VI) oder Kuja (FF IX) bestechen durch magische Angriffe die eher aus der Ferne wirken. Spezialisten stärken die Gruppe mit Buffs und haben spezielle Angriffe oder Attribute. Der Zwiebelritter hat die Fähigkeit zwischen seinen Jobs zu wechseln. So kann er nicht nur sein Zwiebelritter Kostüm, mit seinen Abilities nutzen, sondern auch das Ninja-Gewand und seine Weißmagier Robe. Assassinen sind hingegen blitzschnell und flink, dafür nicht so stark im Angriff, hierzu zählen unter anderem Zidane (FF IX) und Squall (FF VIII).
Hat man nun einen Krieger gewählt, kommen noch kleinere „Konfigurationen“, so kann man Ex-Fähigkeit I, Ex-Fähigkeit II  und LP-Angriffe nach seinen Wünschen anpassen. Logischerweise, muss man für mehr Auswahl seine Charaktere trainieren. Zu den Skills kommen wir jedoch später.

Zum Schluss, wählt man noch eine Esper aus, die euch im Kampf unterstützen kann. Dabei habt ihr anfangs nur die Eine die euch zugewiesen wurde. Durch das Bestreiten von Kämpfen, erhaltet ihr zufällig weitere Esper. Nun geht es aber ran an den Speck. Ziel ist es natürlich eure Gegner außer Gefecht zu setzen. Dissidia Final Fantasy NT setzt hier einen etwas taktischen Kern. Ihr müsst nämlich zuerst eure Mut-Anzeige aufladen. Dies tut ihr mit Mut-Angriffen, wenn euer Mut-Wert hoch genug ist, könnt ihr euren Gegner mit einem LP-Angriff auch tatsächlich LP abziehen. Ist ein LP-Angriff ausgeführt, sinkt der Mut-Wert erst wieder auf Null und erholt sich dann auf den Basis-Wert 1000. Zudem laden sich während des Kampfes, so genannte EX- Attacken auf. Diese Ex-Attacken können zum Beispiel, euch und eure Truppe stärken oder auch einen Gegner schwächen. Bei dem Zwiebelritter (FF III), wechselt ihr mit dem EX-Angriff euren „Beruf“.

Zudem erscheinen in verschiedenen Abständen auch Kristalle auf dem Spielfeld. Diese gilt es schnell zu zerstören, damit ladet ihr eure Esper-Anzeige auf. Ist diese voll kann man mit dem Beschwören loslegen. Halten alle drei Teammitglieder das Touchpad des Controllers gedrückt, seid ihr schneller beim Beschwören. Jedoch werdet ihr währenddessen angegriffen.  Ist eine Esper aber nun im Spiel, wird sie alle Gegner alt aussehen lassen. Manche schwächen eure Gegner im Angriff, andere Esper senken die Verteidigung oder sorgen für eine schnellere Regeneration eures Mut-Wertes.

Jedes Team besitzt übrigens drei Leben. Sterbt ihr also drei Mal, verliert das Team.  Aber, wie sind die Kämpfe denn nun?

Der Kampf – Es geht los!

Das Matchmaking, ist ab und zu sehr unfair, spielt ihr im Online- Modus, kann es sehr gut sein das ihr direkt gegen Diamant- oder Gold-Ränge kämpft. Allgemein, hatten wir beim Testspielen keine Laggs, trotzdem ist uns bekannt, dass es zu manchen Stoßzeiten wohl extrem schlimm sein soll, so dass spielen quasi unmöglich ist.
Besonders wenn die Esper mit ins Spiel kommen, wird der Bildschirm ein wenig überladen. Oft verliert man den Überblick. Der Gegner hinter euch, greift euch mit Attacken an, die schier endlos gehen, ihr landet auf dem Boden und könnt, je nach Charakter, eine gefühlte Ewigkeit nicht aufstehen. Im Online-Modus ist das besonders ärgerlich. Vor allem, wenn man noch Anfänger ist und sich erst einmal einspielen möchte.

Dafür kann man aber auch offline spielen. Hier sind die Gegner Teams auch teilweise sehr stark, ihr werdet hoch bewertet und verliert direkt im zweiten Match. Jedoch sind wir guter Dinge, dass dies noch gepatcht werden wird. Im Online-Modus dauert das Matchmaking an sich teilweise sehr lange und leider wird ein Team immer wieder neu gesucht. Wir finden es wirklich Schade, dass man sein „Zufalls-Team“ im Solo-Modus nicht behalten kann. Zudem sind die Chat-Funktionen sehr eingeschränkt. Wir können und wollen uns nicht 16 verschiedene Sprüche und Befehle merken. Da diese zudem eh im Kampf komplett untergehen. Besser wäre eine Teamchat Funktion, der bei so vielen anderen Spielen schon zum Standard gehört.

Sieht man die Esper das erste Mal, sind sie sehr beeindruckend. Nur leider kann die Animation nicht ausgeschaltet werden, was hinterher sehr nervig sein kann. Aber dies wurde zumindest in Japan bereits behoben, wie uns bekannt ist. Trotzdem, macht das Kämpfen an sich, besonders in einer Party mit Freunden besonders viel Spaß. Gerade die Tatsache, dass jeder Charakter sich anders spielen lässt, bietet eine äußerst große Auswahl. So ist wirklich für jeden was dabei. Zudem erhält man nach erfolgreichen Kämpfen, ob off- oder online sehr viele Belohnungen. Diese sind, Erfahrungspunkte, neue Skills, neue Chat-Sprüche, Gil, Memoriam und Schätze.

Die Spielmodi

Im Hauptmenü sind verschiedene Punkte anwählbar. In den Einstellungen, sind verschiedene  „Optionen für Anzeige, Kamera, Steuerung, Audio sowie für Tipps und Informationen“ anwählbar. Eine eigene Tastenbelegung ist hier möglich, was wir sehr vorteilig finden. Auch einen helfenden Mogry kann man an- und ausschalten, dieser sagt euch beim Kämpfen an was ihr tun sollt. Wenn zum Beispiel ein Kristall erscheint, sagt er es euch. Wenn eure Ex-Attacke nutzbar ist, sagt er es auch. Gerade für den Anfang finden wir das sehr hilfreich und loben Square Enix für diese Anfänger-Freundlichkeit.

Unter dem Punkt, „Schätze“, können Schatzsphären geöffnet werden. Diese erhaltet ihr nach Kämpfen, ganz davon abhängig, ob ihr Erfolge verbuchen konnten. Also ob ihr ein Level oder Rang gestiegen seid. Öffnet ihr eine Sphäre, erhaltet ihr drei Zufällige Dinge. Ihr könnt Individualisierungen erhalten. Das sind Charakterbilder, Musiktitel, Kostüme, Waffen und Chat-Sprüche. Diese Sachen könnt ihr aber auch mit Gil auf dem Basar kaufen. Das finden wir sehr gut, da ihr so die Kostüme und Waffen erhalten könnt dir ihr wollt, ganz unabhängig vom Zufall. Nur muss dafür sehr viel gekämpft werden. Ihr erhaltet nämlich sehr viel weniger Gil für die Individualisierungen als ihr bräuchtet. Ein Chat-Spruch kostet gerne schon mal 3600 Gil, dafür müsstet ihr entweder gegen sehr starke Gegner Kämpfen, damit ihr mehr Gil erhaltet oder ihr müsst sehr häufig kämpfen und auch gewinnen. Zu den Kostümen muss noch gesagt sein, dass einige wirklich passend sind. Wie die alternativen Kostüme für Cloud oder Bartz oder auch bei dem Krieger des Lichts. Hier wurde Rückbezug auf die Vergangenheit genommen und es kommt ein wirkliches Retro Gefühl auf. Die meisten Kostüme sind aber nur ein Farbwechsel. Also dasselbe Kostüm in anderen Farben, unkreativ aber in Ordnung. Was Square Enix sich aber bei Kuja gedacht hat, bleibt uns tatsächlich ein großes Rätsel. Blonde Locken für den Fürst der Finsternis? Das geht ein wenig zu weit…

Zudem könnt ihr noch einen Übungsmodus auswählen, in dem ihr Techniken probieren und verschiedene Charaktere testen könnt. Also ähnlich wie ein Practice-Mode, ihr könnt hier einzelne Methoden üben oder auch einen richtigen Kampf ausprobieren.

Zudem gibt es noch einen Story-Modus! Hierfür braucht ihr nur Memoriam, diese erhaltet ihr auch nach Kämpfen. Egal ob ihr On- oder Offline kämpft. Mit diesen Steinen, könnt ihr dann Sequenzen freischalten. Das finden wir ein wenig schade, da man sich tatsächlich nur eine Sequenz nach der anderen ansieht. Zwischendrin kommen ein paar Kämpfe, mit mehr oder minder vorgegebenen Charakteren, aber stellt auch ein kleines Dilemma dar. Manche Kämpfe sind wirklich extrem schwer. Und so müsst ihr eventuell Charaktere trainieren und hochstufen die ihr eventuell gar nicht leiden könnt. Jedoch schalten diese Kämpfe auch weitere Spielmodi im Offlinemodus frei. Natürlich dauert es etwas, bis man alle Geschichten freigeschaltet hat. Aber die gesamte Geschichte ist wirklich nicht innovativ. Ohne viel spoilern zu wollen, verraten wir euch hier, was in einer der ersten fünf Sequenzen passiert. Wer das nicht lesen will, sollte zum nächsten Punkt weiter scrollen.

Die Helden der Universen finden zusammen und werden zu einem Turm gerufen. Noctis ist zum Beispiel ein neuer Spieler, der den anderen noch nicht bekannt ist. Lightning und der Krieger des Lichts nehmen ihn aber einfach mit. Noctis willigt ein und kennt weder die Namen seiner Begleiter noch was passiert oder wo er ist. Er geht einfach mit und lässt sich alles auf dem Weg erklären. Das ist ein wenig merkwürdig. Witziger wird es wenn nun alle versammelt sind, die Helden treffen auf Materia und sind sichtlich enttäuscht das nicht Cosmos sie gerufen hat. Noctis fragt schon wie er wieder nach Hause kommt. Lightning beschwert sich zugleich bei der Göttin, die nicht sehr viel Autorität ausstrahlt. Auf einmal erscheint der Antagonist, Shantotto kommentiert das mit „Was ein Zufall der Antagonist erscheint“, was das ganze nochmal lächerlicher macht. Nachdem die beiden Götter sich dazu entschieden haben, dass gekämpft wird. Fragen die Protagonisten „müssen wir für dich gegeneinander kämpfen?“, Meteora sagt, „ja müsst ihr“ und alles ist geklärt. Auf geht´s! Ohne Widerworte.
Wir finden das mehr als abgedroschen. Natürlich werden wir die Geschichte weiter verfolgen, aber der Einstieg war sehr schwach und abgedroschen. Vom Storytelling her, hätten wir da zumindest von Square Enix wesentlich mehr erwartet.

Nun gibt es noch die Kampfmodi auf die es in diesem Spiel ankommt. Ihr könnt Online aber auch Offline spielen. Im Offline Modus gibt es verschiedene Möglichkeiten. Standard, Kristallschlacht und die freigeschalteten Kämpfe aus dem Story-Modus.

In dem Standart-Match sucht ihr euch eine Truppe aus drei Kämpfern aus, daraufhin werden euch verschiedene Gegner Gruppen vorgeschlagen gegen die ihr kämpfen könnt. Dabei seht ihr den „Rang“ des anderen Teams, der euch gleichzeitig die Schwierigkeit anzeigt. Solltet ihr im ersten Match besonders gut abschneiden, werdet ihr selten noch mal einen Bronze Rang als Gegner vorgeschlagen bekommen. Zudem könnt ihr noch ein Kristallmatch anwählen, hier geht es darum, dass beide Teams jeweils einen Kristall besitzen. Ziel ist es, den Gegnerischen zu zerstören. Das geht allerdings nur, wenn kein Gegner in der Nähe ist. Um jeden Kristall befindet sich eine Kuppel. Sind eure Feinde in dieser, ist der Kristall geschützt. Ihr müsst eure Feinde dann herausschleudern und den Kristall danach versuchen zu zerstören. Gut finden wir an dieser Stelle, dass alle Mitglieder in eurem Team Erfahrungspunkte erhalten, so müsst ihr nicht jeden Einzelnen trainieren.

Im Offline Modus bestreitet ihr jeweils sechs Kämpfe, zwischendurch könnt ihr zwar die Skills eurer Charaktere anpassen, jedoch nicht die Charaktere wählen. Auch ein Abbruch ist nicht möglich. Ihr müsst entweder alle Kämpfe gewinnen oder einen Kampf verlieren um da wieder heraus zu kommen. Das finden wir ehrlich gesagt etwas rückschrittig.

Im Online Modus könnt ihr entweder im Solo Match antreten, im Team oder einen eigenen Kampf erstellen, den ihr entweder im Team oder mit Fremden spielt. Das Team hat die Vorteile, dass ihr mit euren Freunden spielen könnt. Erstellt ihr hierzu noch eine Playstation Party, könnt ihr währenddessen noch kommunizieren. Was es euren Gegner ziemlich schwer machen sollte zu gewinnen. Zumindest wenn ihr Teamplayer seid.

Und das war auch schon das ganze Prinzip.
Ihr kämpft, erhaltet Story-Häppchen und könnt euch danach im Basar oder in den Individualisierungen austoben. Ob ihr nun den Anspruch habt, nur die Geschichte durch zu spielen, oder eure Charaktere alle auf das Maximum zu leveln bleibt euch überlassen. Zudem ist der Online Modus auch ohne Playstation Plus spielbar.

Unser Fazit

Ist eher nüchtern. Wir finden es gut, dass es viele bekannte Charaktere ins Spiel geschafft haben, zudem ist das Kampfsystem teilweise sehr ausgeklügelt. Das verhindert Button-Smashing und setzt auf Taktik. Zudem gibt es nicht, wie Anfangs befürchtet, Mikrotransaktionen. Auch wenn einige Kostüme etwas „lahm“ erscheinen, sind wir doch froh das man diese auswechseln kann. Die altbekannte Final Fantasy Musik gefällt ebenfalls und lädt zum träumen ein.

Schlecht finden wir die kleine Auswahl an Content, schnell herrscht Monotonie und wir sind gelangweilt. Oft ist auch der Schwierigkeitsgrad nicht fair, besonders als Anfänger hat man garantiert seine Probleme. Und selbst als Profispieler ist das oft unverständlich wie krass dieser angezogen wird. Die Ladezeiten beim Matchmaking sind bisher auch eher in der untersten Klasse anzusiedeln. Uns ist bewusst, dass gerade in der Release Woche und auch danach noch einige Serverprobleme auftauchen können. Auch dass Square Enix und Team Ninja erst einmal alles austangieren muss. Jedoch ist das, was einem geboten wird teilweise unterirdisch.

 

Nozono
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