„Zwei musikalische Globetrotter“ in concert

Ein Interview mit Benyamin Nuss und Konstantin Reinfeld

Zwei musikalische Globetrotter

„Zwei musikalische Globetrotter“ in concert


Einleitung

Ein Jahr nahezu ohne Events – wie für viele, so ist es auch für mich der gefühlt härteste Entzug meines bisherigen Lebens. Doch allen Einschränkungen zum Trotz, gibt es den berühmten Silberstreif am Horizont. Hinter eben jenem Silberstreif stecken Benyamin Nuss und Konstantin Reinfeld.

Benyamin ist unter anderem vielen Fans der Computer- und Videospielemusik ein Begriff. Abseits dieses Genres ist sein musikalisches Zuhause die Klassik und der Jazz. Auch Konstantins musikalischer Ursprung liegt in der Jazzwelt. Zudem ist er einer der gefragtesten Mundharmonikaspieler weltweit.

Beide Künstler in Kombination zu erleben, ist eine Chance, die ich jedem aufs Wärmste ans Herz lege. Erfreulicherweise bot sie sich jüngst in Timmendorfer Strand. Darüber hinaus standen mir Benyamin und Konstantin für ein Interview zur Verfügung. Nachfolgend erfahrt ihr, was sie zu erzählen hatten.

– Start der Zusammenarbeit

Fitti: Wie und wann habt ihr beiden musikalisch „zusammengefunden“?

Benyamin: 2016 war unser erstes Konzert?

Konstantin: Echt? Ich glaube sogar 2017 eher. Oder?

Benyamin: Stimmt, 2017.

Konstantin: Würde ich jetzt so sagen.

Benyamin: Ja, 2017. 2016 im Herbst – eigentlich schon vor dem Herbst – kam eine Email von Konstantin, ob wir zusammen musizieren wollen. Und er hatte auch Interesse an verschiedenen Genres, zum Beispiel Filmmusik und Jazz. Jazz hat er sowieso schon studiert. Und er wollte halt Klassik auf der Mundharmonika machen. Das hat mich natürlich erstmal verdutzt, muss ich ehrlich sagen. Und dann kam er vorbei und hat Bach choral auf der Mundharmonika gespielt. Und das hat mich so beeindruckt, da habe ich gesagt „Ja, das machen wir.“ Und so hat es angefangen. Dann haben wir halt Stücke ausgesucht, wie Bach und Flöten-Sonaten. Werke, die meistens für Bläser und Klavier sind, die es schon gibt – Ältere Werke, Mendelssohn, Bach, Beethoven. Und dann haben wir es mit Weltmusik kombiniert. Mit brasilianischer Musik, Musik aus dem Balkan, sowie Filmmusiktitel.

Konstantin: Und dann war es auch das Ziel eine CD aufzunehmen. Beziehungsweise das war auch das Erste, was du in der Email zurückgeschrieben hast…

Benyamin: Genau. *lacht*

Konstantin: (Zitiert Benyamin) „Wir werden dann auch eine CD aufnehmen, mit dem Programm.“ Insofern passt es ganz gut. Ich habe Jazz studiert und Benny hat Klassik studiert. Aber wir interessieren uns doch jeweils sehr für das andere Genre. Deswegen können wir sehr viel (auch voneinander) lernen. Ich habe auf jeden Fall viel von Benny gelernt. Wie man Klassik spielt, zum Beispiel. Und dadurch, dass ich mit dem Instrument und meiner Community verbunden bin und du (Benny, Anm. d. Redaktion) durch die Videospielmusik mit deiner Community – dadurch haben wir auch vor allem die Möglichkeit andere Länder kennen zu lernen und dort auch zu spielen. Insbesondere im Festival-Rahmen. Und dadurch hat man dann auch eine engere Verbindung (auch online) zu den Leuten aus der Szene. Und da spielt für uns beide auch Asien eine große Rolle. Weil die Mundharmonika dort einfach auch sehr populär ist. Aber genau so Amerika. Und wieder genau dasselbe. Da gibt es eine komplett andere Art, wie das wahrgenommen wird. Und wie das in der Historie des Landes verankert ist.

Benyamin: Ja, man merkt zum Beispiel, dass in Ländern, wie Japan oder halt in Asien, wo die klassische Musik nicht Teil der eigenen Kultur ist, dass dort teilweise die Begeisterung sogar noch stärker ist, als hier. Wenn du Klassik in Japan spielst, dann hast du wirklich 1000 Leute. Fast jeder Japaner genießt ja eine musikalische Ausbildung. Die lernen alle ein Instrument. Wenn sie dann Klassik im Konzert hören, dann ist das für die was Exotisches. Die kommen dann in den Saal und die flippen aus.

Fitti: Man könnte am Beispiel der Japaner also sagen, dass sie die Musik wie ein Schwamm aufsaugen?

Benyamin: Ja. Das spielt auch immer halt eine Rolle, wie die Leute reagieren. Man kriegt immer unfassbar viel Feedback vom Publikum.

– Die Namensgebung

Fitti: Welche Inspiration brachte euch auf den Titel „Zwei musikalische Globetrotter“?

Konstantin: Ich glaube, ich habe das mal aufgeschnappt. Es gibt ein Buch, was über die Mundharmonika geschrieben wurde. Das heißt nämlich „Die Mundharmonika – ein musikalischer Globetrotter“. Und das passt ganz gut zu unserem Duo. Sowohl mit unserer jeweiligen musikalischen Herkunft, als auch unseren musikalischen Interessensgebieten. Wir sind da ziemlich breit aufgestellt. Bei der Mundharmonika bezog sich das natürlich auf die Verbreitung des Instruments in den unterschiedlichsten Ländern. Und einfach darauf, dass das Instrument so handlich ist. Und dieses Bild fand ich ganz schön.

Fitti: In der Tat eine schöne Beschreibung.

– Musikalischer Fokus

Fitti: Welchen musikalischen Fokus verfolgt ihr? Geht es euch um die Kreation eines atmosphärischen Gefühls? Oder wollt ihr die Zuschauer auf eine musikalische Reise mitnehmen?

Benyamin: Also bei mir ist das auf jeden Fall so – ich glaube, dass ist bei uns beiden auch so – dass wir stilistisch total offen sind für alle Stücke. Aber wir brauchen selber eine emotionale Bindung zu einem Musikstück. Und wenn wir die haben, können wir die auch ans Publikum transportieren. Und wenn ich dieses Vertrauen in die Musik und diese Verbindung habe, dann habe ich keine Probleme damit.

Fitti: Es muss also in jedem Fall eine, wie auch immer geartete, Verbindung vorhanden sein?

Konstantin: Genau, also ich muss irgendwas bei dem Stück spüren, ja.

Benyamin: Bei mir ist es auch so. Und bei uns ist es auch immer Tagesform abhängig. An manchen Tagen ist man in einer bestimmten Stimmung. Es gibt ja so viele, vermutlich zehntausende Stimmungen. Wenn man die Stimmungen in „traurig“ aufteilen würde, gibt es so viele Arten von „traurig“. Und so ist es auch mit der Stimmung, jeden Tag. An einem Tag bist du in Stimmung 9870. Und das wirkt sich dann auch tatsächlich aufs Stück aus. Also am Tag bist du happy oder sowas, und dass geht dann auch direkt in bestimmte Moods über. Und immer wenn wir zusammen spielen, versuche ich im Moment zu sein, in dem ich mich gerade befinde. Ein Stück klingt bei uns nie zweimal gleich. Also wenn wir jetzt zum Beispiel „Body Heat“ spielen, dann ist Konstantins Solo manchmal eine Minute lang – manchmal aber auch fünf Minuten.

Konstantin: *lacht*

Benyamin: Und so ist das dann. Und dann fange ich mit der Begleitung manchmal ganz unten an und manchmal ganz oben. Oder manchmal ist es eher melancholisch. Manchmal geht es „voll auf die Fresse“.

Fitti: Quasi aus dem jeweiligen Moment heraus?

Benyamin: Genau.

Konstantin: Ja. Und da ist dann zum einen unser eigenes Gefühl, aber dann auch das Gefühl, was wir dann in der Live-Situation haben. Was wir bis dahin vielleicht schon vom Publikum an Feedback bekommen haben. Wie wir uns in dem Raum fühlen, und wie der Raum klingt. Und wie WIR klingen. Das sind auf jeden Fall alles Einflussfaktoren darauf, wie der Song sich so entwickelt und am Ende anhört.

Benyamin: Es gibt ja diese berühmte Geschichte von Keith Jarret (US-amerikanischer Pianist, Anm. d. Redaktion) beim Köln-Konzert, dass er wirklich die schlechtesten Umstände hatte. Er hatte den schlechtesten Flügel und alles war stressig. Er wollte eigentlich erst gar nicht auftreten, ist dann aber doch aufgetreten. Und das ist eines der meistverkauften Alben ever. Weil die Stimmung dort so unglaublich war. Man kann es nicht beschreiben. Es waren ja die schlechtesten Umstände. Aber er hat dann einfach gesagt: „Scheißegal.“ – und das Konzert lief. Wenn du Zeit hast, musst du dir das unbedingt anhören. Es ist Wahnsinn.

Fitti: Sehr gerne.

– Einflüsse und Impulse

Fitti: Ihr kommt ja im Rahmen eurer musikalischen Aktivitäten um die Welt. Welchen Einfluss hat das auf euch? Bekommt man stetig neue Impulse oder spielt man sich – bezogen auf den musikalischen Stil – auf ein bestimmtes Land ein?

Benyamin: Ich denke, es kommt aufs Programm an. Natürlich ist das Publikum überall anders. Extremste Beispiele sind die USA und Japan. Die Amerikaner gehen total ab und schreien und sind enthusiastisch. Aber dann sind Sie am Merch-Stand nicht so aktiv und es ist im Nachhinein einfach ein bisschen oberflächlich. Wenn du zum Beispiel in Japan bist und ein Konzert spielst, klatschen die Leute sehr verhalten – was dich erstmal verunsichert, wenn du das erste Mal auftrittst. Weil einfach nicht so viel Feedback kommt. Aber wenn sie dann hinterher deine Fans sind, sind sie so enthusiastisch, dass sie quasi für immer dein Fan sind. Also DAS ist schon mal ein Unterschied auf der Welt.
Natürlich nimmt man die äußeren Reize wahr, in jeder anderen Stadt, in jedem anderen Land. Ich denke, wenn man an einem neuen Ort zum ersten Mal spielt, ist man total motiviert und hat dann viel Feuer. Und man möchte natürlich einen guten Eindruck hinterlassen und alles geben. Insofern sind da immer gewisse Einflüsse vorhanden.

– Die Größe der Spielstätten

Fitti: Welche Größen bevorzugt ihr bei Spielstätten? Mögt ihr eher einen etwas kleineren, intimeren Rahmen oder doch etwas im größeren Stil, mit Orchester und allem Drum und Dran? Und wäre ein großes Aufgebot gut umsetzbar?

Konstantin: Ich glaube, umsetzbar wäre das auf jeden Fall. Das ist eine gute Idee, dass sollten wir machen (*lacht*). Genauso, wie du gesagt hast. Aber ich denke, wir sind mit dem Repertoire ziemlich breit aufgestellt und haben halt (im Jazz-Kontext) vor allen Dingen auch die Erfahrung gemacht vor kleinem Publikum zu spielen, aber auch vielleicht durch den Opus Klassik (Deutscher Musikpreis, Anm. D. Redaktion) letztes Jahr vor einem großem Publikum ernste Musik zu spielen. Und ich glaube, wir fühlen uns da in beiden Situationen wohl und können damit gut umgehen. Deshalb glaube ich gehört für uns Beides dazu.

Benyamin: Ich finde es Interessant, weil es für mich meistens aufregender ist vor einer kleinen Gruppe zu spielen, als vor vielen Leuten. Wenn du vor 50 Leuten spielst, kannst du jedem ins Gesicht schauen. Bei 2000-5000 Leuten kannst du das natürlich nicht. Da ist die Masse natürlich schon überwältigend. Aber dadurch, dass es so persönlich ist und in kleinem Rahmen, kriegt man komischerweise sehr viel Feedback, sehr viele Reaktionen mit.

Fitti: Also kann man sagen, dass die Interaktion mit dem Publikum intensiver ist?

Benyamin: Ja, genau.

– Der Draht zum Publikum

Fitti: Wie bleibt ihr denn in diesen Zeiten mit eurem Publikum in Kontakt? Social Media? Kleine Konzerte? Und sind es effektive Wege, um zu sagen „Hey, wir sind noch da.“?

Konstantin: Klar, total. Deswegen haben wir jetzt alles ausprobiert. Die vier Optionen, die es gerade gibt, zum aufzutreten. Wir haben ein Auto-Konzert gespielt, dann haben wir Outdoor auf Abstand gespielt, Indoor auf Abstand. Und nun erstmals auch ein Livestream-Konzert. Und ich glaube, dass wir über die Social Media-Kanäle weiterhin mit den Leuten in Kontakt bleiben.

Benyamin: Ich habe es mir jetzt zur Aufgabe gemacht, dass ich ab und zu ins Studio gehe und einfach Videos aufnehme, von Stücken, die ich gerade übe oder die ich gerade neu komponiert habe, um halt so mit dem Publikum in Kontakt zu bleiben. Und dass sie halt auch gerade sehen, was ich mache, womit ich mich gerade beschäftige und was ich gerade spiele. Die können dann ein Stück von mir auf YouTube hören. Das ersetzt zwar kein Konzert aber ich glaube, die Leute brauchen das mehr denn je. Für viele Leute ist es einfach eine schwere Zeit. Für Eltern mit ihren Kindern ist es ganz schlimm. Und ich glaube Musik bringt uns alle zusammen. Und es ist wichtig, dass man da auf jeden Fall aktiv bleibt.

Fitti: Also Musik, die den Menschen Zuversicht gibt?

Benyamin: Genau. Ich meine, es kann alles sein. Es ist beispielsweise egal, ob du ein trauriges oder ein fröhliches Stück spielst; das holt die Leute ab, glaube ich.

Fitti: Spielst du damit auf die Videos an, die man unter anderem bei dir auf Facebook sieht?

Benyamin: *lacht*. Nein, nein, bereits vor der Corona-Zeit hatte ich einen YouTube-Kanal. Aber ich war auch längere Zeit nicht mehr aktiv. Und ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, bis ich auftreten kann, mit einem Kameramann und gutem Sound ins Studio zu gehen und mache eine Momentaufnahme von den Sachen, die ich gerade übe. Und die ich dann auf YouTube uploade.

– Nach der Pandemie

Fitti: Glaubt ihr, dass es nach der Rückkehr zum normalen, gesellschaftlichen Leben einen Boom in den Bereichen Events und Kultur geben wird?

Benyamin: Ich habe mit vielen Musikern geredet. Und wir, Konstantin und ich, kriegen das auch mit, wenn wir Konzerte spielen. Die Leute, die dann da sind – die sind einfach so froh, dass sie zu einem Konzert gehen können. Die sind echt heißt auf Konzerte, auf Musik. Und man merkt einfach jetzt – also ich kann nur von mir sprechen – wie sehr das momentan halt fehlt. Wenn man in ein Konzert geht, das beruhigt einen von diesem Alltagsstress. Der ist einfach weg für eine Weile. Das ist wirklich wie eine Kur. Ich glaube, die Leute brauchen das echt. Und ich glaube man gibt sich jetzt auch komischerweise noch mehr Mühe bei einem Auftritt. Man braucht ja als Musiker selber Feedback, dauernd Feedback, sonst ist es mit der eigenen Entwicklung schwer. Man weiß gar nicht, wo man steht. Das ist dann halt ein besonderer Moment, wenn du jetzt wieder vor einem Publikum spielen kannst und du siehst halt sowas – das ist halt einfach Wahnsinn. Dann macht das alles Sinn. *lacht*

Konstantin: Ja, das hängt natürlich auch so ein bisschen vom Ort ab, an dem die Musik stattfindet. Klar, existierende Formationen, die haben natürlich dann jetzt in der Zwischenzeit gearbeitet und können neue Dinge präsentieren und freuen sich wieder spielen zu dürfen. Und die Besucher freuen sich wieder kommen zu dürfen. Und es gibt ja auch genügend Klub-Konzerte oder so. Klubmusik, wo die Produzenten einfach so viel Zeit hatten, dass da wahnsinnige Dinge passieren werden, sobald es wieder richtig losgeht, glaube ich. Einfach, weil zurzeit die Künstler an eigener Musik arbeiten. Und gleichzeitig ist es natürlich so, dass jetzt irgendwie so ein Livekontext – gerade vielleicht auch im Jazz-Bereich eigentlich auch die Vernetzung untereinander – unter den Musikern eine große Rolle spielt. Und das ist auch wichtig, dass das wiederkommt. Da verlässt man sich dann halt als Musiker auch darauf, auf den Konzerten. Und das findet halt für uns gerade nicht statt.

– Die Zukunft der Künstler- und Kulturbranche

Fitti: Welche Zukunft wünscht ihr euch für die Künstler- und Kulturbranche?

Benyamin: Ich hoffe, es gibt so viel Kultur wie möglich. Dass es einfach da weiter geht, wo es aufgehört hat. Und was ich hoffe ist… also ich bin mir sogar sicher, dass die Leute jetzt merken, was fehlt. Ich meine, man muss es erstmal auch dem Staat bewusst machen, wie ein Musiker- oder Künstlerleben überhaupt abläuft. Allgemein Selbstständige, wie deren Einnahmesituation aussieht und das alltägliche Leben. Da ist viel Aufmerksamkeit drauf gerichtet. Man merkt halt, dass da nicht so viel Bewusstsein vorhanden ist. Und ich hoffe, dass sich das ändert und die Leute das zu schätzen wissen. Aber auch wissen, wie wichtig und systemrelevant halt Künstler sind.

Konstantin: Ich hoffe auch auf so viel Live Musik wie möglich. Weil es ja sowohl von der einen, als auch von der anderen Seite Energie gibt. Das Publikum weiß auch, dass es den Künstlern Energie gibt, gerade, wenn es im selben Raum stattfindet, das Ganze. Musik an sich ist auch Energie und je nach dem, vielleicht sogar für Bewegung auch einfach… nun ja… zuständig.

Fitti: Eine Art Energie, die sich vermehrt, wenn man sie mit dem Publikum teil?

Benyamin: Genau.

Konstantin: Die auf jeden Fall nicht nur über das Gehör zu spüren ist, meine ich.

– Pläne für die Zukunft

Fitti: Als Abschlussfrage: Welche Pläne habt ihr für die nähere Zukunft?

Benyamin: Ja, wir planen natürlich unser nächstes Album. Und haben auch durchaus Lust neue Musik, die es noch nicht für Mundharmonika und Klavier gibt, aufzunehmen. Das war auch ein ursprüngliches Ziel, ein neues Repertoire zu schaffen, klassische Musik. Weil es das halt einfach nicht gibt. Wir als Pianisten haben den unglaublichen Luxus, dass unheimlich viele Komponisten für uns geschrieben haben. Und das ist dann unser Ziel. Neue Musik aufzunehmen, aber auch ein bisschen in Richtung Asien zu gehen und Musik von Sakamoto und anderen aufzunehmen.

Fitti: Wird es erneut möglich sein, euch via Kickstarter zu unterstützen?

Benyamin: Das müssen wir noch überlegen.

Konstantin: Genau.

Benyamin: Aber es ist auch zukunftsorientiert.

Konstantin: Genau, also wir haben auch wirklich beide die Einflüsse aus Asien. Und deshalb geht es auch so ein bisschen in die Richtung. Nicht nur Videospiele, sondern auch Filme inspirieren uns in dem Bereich. Und es sind Fans von den Komponisten. Und wir hoffen, dass wir da auch so ein paar Komponisten gewinnen können, die halt was für uns schreiben. Da gibt es schon einige, die es für uns getan haben. Und davon werden wir auch noch ein paar Stücke aufnehmen. Solche, die wir mal Ur-aufgeführt haben, aber die noch nicht irgendwie verewigt worden sind. Und gerade schreibt auch mein Mundharmonikalehrer, der Mundharmonika-Pionier Howard Levy aus Chicago ein Stück für uns. Es wird eine Mischung aus diesen Stücken, die asiatische Einflüsse haben. Und hoffentlich auch viele zukunftsweisende Kompositionen für unsere Besetzung.

Fitti: Ich bedanke mich herzlich für das Interview und eure Zeit.

Benyamin | Konstantin: Wir danken dir.

 

Aktuell hat Benyamin bis Ende Oktober 2020 einige Konzerttermine, bei denen ihr live dabei sein könnt! Die Termine findet ihr im nachfolgenden Bild, sowie auch beispielsweise auf Benyamins Facebook-Seite. Wer mehr über Konstantin und seine musikalischen Aktivitäten erfahren möchte, wird auf seiner Website bestens fündig.

Benyamin Nuss


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Fitti
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