Review: Stranger of Paradise – Final Fantasy Origin

Review: Stranger of Paradise Final Fantasy Origin


Vielen lieben Dank an Square Enix, die uns ein Testexemplar für PlayStation 4 und PlayStation5 des Spiels zur Verfügung gestellt haben.

 

Was die Story des Spiels angeht, haben wir diese im Review spoilerfrei gehalten!

 

Es sollte langjährigen Fans von Square Enix nicht entgangen sein, dass sich das Final Fantasy-Franchise seit seinem Beginn in 1985 stetig weiterentwickelt hat und sich für gewagte Experimente nicht zu schade war. Während sich das Kampfsystem der Hauptreihe von seinen rundenbasierten Wurzeln zu einem actionlastigeren Feuerwerk gewandelt hat, wurden in unzähligen Spin-Offs auch vollkommen andere Genre mit in das Franchise eingeführt.

Trotzdem war es eine Überraschung, als Square Enix mit Stranger Of Paradise Final Fantasy Origin bekannt gab, dass sie sich in Kooperation mit dem Entwicklerstudio Team Ninja (Nioh 1 & 2, Ninja Gaiden) an einem Soulslike im Final Fantasy-Universum versuchen würden. Darüber hinaus trägt das Spiel den Namen „Origin“, da hier bei der Geschichte des Spiels eine „alternative Story“ der Handlung des aller ersten Final Fantasy dargestellt werden soll.

Ob Square Enix bei Stranger Of Paradise Final Fantasy Origin mit seiner Handlung und dem Gameplay überzeugen kann, werden wir euch in diesem Review erläutern.

Die Story

Seit langen wird das Königreich Cornelia von der Dunkelheit überschattet. Ein Mann namens Jack begibt sich zusammen mit seinen Mitstreitern auf die Mission, Chaos zu vernichten, der den Ursprung der Dunkelheit darstellt.

Vom König von Cornelia erfahren sie von der Prophezeiung der „Krieger des Lichts“, die sich gegen die Dunkelheit stellen und das Licht der Kristalle wieder entfachen werden. Da sich Jack und seine Mitstreiter nun Welle um Welle gegen die Monster der Dunkelheit stellen, immer davon angetrieben Chaos zu besiegen, beginnen die Menschen nun zu hoffen: Sind sie etwa die von der Prophezeiung vorhergesagten Krieger des Lichts?

Schaffen es Jack und seine Mitstreiter Chaos zu besiegen und das Licht der Kristalle neu zu entfachen?

 

Die Charaktere

Die Figuren sind sehr unterschiedlich, zwar haben alle ein gemeinsames Ziel, ihr Charakter selbst ist aber sehr verschieden. Wer die die Demos zum Spiel bereits gespielt hat, konnte sie bereits kennenlernen.

Jack ist der einzige Charakter der im Spiel gesteuert werden kann, im Koop-Modus, übernehmen die anderen beiden Spieler die Charaktere, die man für das Solo spielen ausgewählt hat.

Platzhalter

Jack

Kein zögern oder erbarmen mit Monstern die sich ihm in den Weg stellen. Er fühlt sich verpflichtet Chaos zu besiegen.

Platzhalter

Ash

Er ist immer sehr ruhig und sehr gefasst, der Fels des Teams. Er vertraut Jack und seinem Talent.

 

Jed

Auch wenn er eher liebenswürdig und unbekümmert wirkt, ist er so talentiert wie Ash. Er sieht zu Jack auf und bewundert immer wieder seine Kraft.

Neon

Sie ist noch sehr jung, doch eine sehr talentierte Kämpferin. Durch ihre Sichtweise, das Chaos nicht existiert, gerät sie immer wieder mit Jack aneinander.

 

Sophia

Sie teilt die Überzeugung, dass Chaos besiegt werden muss und schließt sich Jack und den anderen an.

Die Qual der Wahl

Schwierigkeitsgrad

Auch wenn es sich bei Stranger Of Paradise Final Fantasy Origin um ein an Souls-Spiele angelehntes Action-RPG handelt, so waren Square Enix und Team Ninja darauf bedacht, die Spielerfahrung möglichst vielen Spielern zugänglich zu machen. Deshalb habt ihr die Auswahl zwischen drei Schwierigkeitsstufen.

Zur Verfügung stehen hier:

  • Schwer
    Wer spannende Kämpfe und sehr viel Herausforderung bei diesen sucht, der sollte direkt mit diesem einsteigen. Frust ist jedoch Vorprogrammiert.
  • Action
    Wer Erfahrung mit Actionspielen hat und es etwas anspruchsvoller haben möchte, der ist damit besten bedient. Aber auch hier bleibt man vor dem ein oder anderen Frust nicht verschont.
  • Story
    Wer keine große Erfahrung mit Actionspielen besitzt und sich erst einmal an das Spiel rantasten möchte, der liegt mit diesem genau richtig. Zudem kann man den Gefahrlos-Modus aktivieren, wodurch Kämpfe noch einfacher werden.

Mit beenden des Spiels steht dann noch eine wahre Herausforderung zur Verfügung, diese solltet ihr jedoch selbst herausfinden und erleben.

Solo oder Koop

Wie schon zu Anfang erwähnt, kann man das Spiel „Solo“ spielen und wird dabei von seinen Mitstreitern per KI unterstützt oder wer zusammen mit Freunden das Spiel erleben möchte, für den ist der „Koop“ interessant, genießt das Spiel einfach zusammen mit zwei Freunden.

Durch den Koop ist das Gameplay spürbar anders, da nun die Mitstreiter auch anders agieren und noch mehr am Kampf beteiligt sind. Jeder Spieler erhält dabei eigene Ausrüstung, so gibt es auch keinen Streit um diese.

Nachteil beim Koop ist, dass es nur eine Cross-Play Unterstützung zwischen PlayStation- oder Xbox-Systemen gibt, das zusammenspielen über unterschiedliche Systeme ist leider nicht möglich.

 

Das Gameplay

Ähnlich wie bei den letzten paar Titeln von Team Ninja, gibt es auch in Stranger of Paradise: Final Fantasy Origin keine offene Spielwelt oder Städte, in denen eine freie Erkundung möglich ist. Stattdessen werden Missionen oder Fortschritt in der Story über eine Weltkarte gesteuert. Alle bereits abgeschlossenen Missionen der Hauptgeschichte (blaue Symbole) oder auch sonstige Nebenmissionen (gelbe Symbole), können so oft man möchte wiederholt werden. So besteht die Möglichkeit die Charaktere durch zusätzliche Ausrüstung zu verbessern oder auch einfach nur Erfahrungspunkte zu sammeln.

Kämpfe

Ein spannendes Kampfsystem darf in keinem Soulslike fehlen.  Das von Team Ninja ausgeklügelte System ähnelt in der Anwendung von Fähigkeiten und Combos wie einem Mix aus Dark Souls, Sekiro und ihrem hauseigenen Spiel Nioh. Mit R1 und R2 könnt ihr leichte Attacken und schwere Attacken ausführen. Je nach ausgerüsteter Kampffähigkeit kann man entsprechend der Tasteneingabe verschiedene Fähigkeiten als Abschluss einer Combo ausführen. Dies können sehr ausladende und starke Attacken sein, oder vielleicht auch eine Folge von vielen schnellen Angriffen.

Mit L1 kann man gegnerische Angriffe blocken, umso weniger Schaden zu erhalten. Schafft man es genau dann abzuwehren, wenn einen der Angriff des Gegners trifft, kann man durch das entsprechende Parieren den Schaden sogar vollständig abwehren. Alternativ kann man auch durch Drücken der X-Taste eine Ausweichrolle durchführen, welche einen für eine kurze Dauer unverwundbar für Schaden macht.

Abseits der normalen Angriffskombinationen ist das Kampfsystem besonders auf den höheren Schwierigkeitsgraden ein gut durchdachter Balanceakt zwischen mehreren verschiedenen Fähigkeitstypen und Ressourcen.

Klassenfähigkeiten und Befehle

Nutzt man außerhalb einer Angriffskombination die R2- Taste, dann führt Jack eine Klassenfähigkeit seines ausgewählten Jobs aus. Dies kann eine Schwertkreisel-Attacke beim Schwertkämpfer, ein Buff beim Berserker oder der Elementarangriff eines Magiers sein. Dies sind in jedem Fall Fähigkeiten, die einem in passenden Situationen große Vorteile verschaffen können.

Durch Fähigkeitsbäume kann man neue Befehle freischalten, die man über ein Befehlsrad (L2-Taste gedrückt halten) im Kampf auswählen kann. Ähnlich wie Klassenfähigkeiten kann man damit unter anderem magische Fernangriffe oder positive Statusveränderungen hervorrufen. Diese Befehle sind allerdings nicht Klassengebunden.  Somit kann man gemäß den eigenen Präferenzen oder der jeweiligen Situation bis zu vier Befehle bereitstellen, die einem im Kampf helfen sollen.

Leider kosten die oben aufgeführten Fähigkeiten Magiepunkte, die man auf zwei verschiedene Wege auffüllen kann.

Seelenbrecher

Abgesehen vom typischen Lebensbalken verfügen sowohl Jack als auch die Gegner über eine Willensleiste. Je nach durchgeführtem Angriff richtet man mehr oder weniger Schaden an der Willensstärke des Gegenübers an. Sollte man für gewisse Zeit keinen weiteren Treffer landen, so füllt sich die Leiste des Gegners wieder auf. Schafft man es seinen Kontrahenten angemessen zu malträtieren, kann deren Willensstärke noch vor ihren Lebensbalken auf 0 sinken. In diesem Fall kann man mittels der Kreis-Taste den „Seelenbrecher“ einsetzen. Jack wird dann in einer kurzen Sequenz den besiegten Gegner brutal zurichten, ihn in rote Kristalle verwandeln und danach zerspringen lassen. Dadurch man nicht nur Magiepunkte, sondern wird auch die maximale Magieleiste um weitere Segmente erweitert. Falls im Gegenzug die Willensleiste von Jack auf 0 gebracht wird, geht Jack zu Boden und kann sich für kurze Zeit nicht mehr bewegen. Damit ist er den Angriffen seiner Gegner gnadenlos ausgeliefert.

Seelenschild

Mit der Kreis-Taste können die Krieger des Lichts das Seelenschild einsetzen. Diese Form der Verteidigung wehrt gegnerische Angriffe nicht nur vollständig ab, sondern schleudert die Widersacher auch ein wenig zurück und bietet einem so die Möglichkeit mit eigenen Fähigkeiten zu kontern.  Als Nachteil verringert sich aber die Willensleiste von Jack, solange man die Taste gedrückt hält. Es sollte deshalb in der Regel das Ziel sein, ähnlich wie beim Parieren, die Kreis-Taste nur genau dann zu drücken, wenn einen der Angriff des Gegners treffen würde.

Nutzt man das Seelenschild, um gewisse Spezialfähigkeiten (blauer Name) seiner Gegner zu blocken, kann man diese selbst in Anspruch nehmen und auf den Gegner selbst anwenden. Damit besteht zum Beispiel die Möglichkeit den Ultraschallschrei der Fledermäuse oder das Feuer der Bomber ein paar Mal, durch Drücken der Viereck-Taste anzuwenden.

Zum Abschluss gibt es noch eine besondere Fähigkeit, wir euch aus taktischen Gründen bis jetzt unterschlagen haben.

Die Weihung

Der besondere Buff „Weihung“ befindet sich normalerweise auf dem Befehlsrad bei L2+Kreis. Der Einsatz der Weihung kostet zwar zwei ganze Manabalken, belohnt einen aber dafür mit herausragenden Vorteilen. Während der Weihung sinkt Jacks gefüllte Willensleiste stetig gegen 0, wo dann die Weihung auch endet. Auf der anderen Seite wird die Willensleiste aber nicht mehr durch gegnerische Angriffe oder den Einsatz des Seelenschildes beeinflusst. Des Weiteren verursachen alle Angriffe größeren Willensschaden bei den Gegnern und senken das Maximum ihrer Willensleiste herunter. Während damit kleinere Gegner recht schnell ausgeschaltet werden können, entfaltet das Zusammenspiel der verschiedenen Fähigkeiten sein Potenzial erst in Bosskämpfen auf den höheren Schwierigkeitsgraden.

Ein Tanz des Todes

Es entfaltet sich angesichts übermächtiger Gegner ein wunderschöner Kampf des Todes, welcher ein wenig an From Softwares Action-Adventure Sekiro erinnert. So dezimiert man mittels normaler Angriffe den Lebensbalken des Gegners etwas. Durch das Seelenschild und regelmäßiges Ausweichen versucht ist es möglich kaum Schaden einzustecken und seinen Mana Haushalt aufzubessern. Sobald der richtige Zeitpunkt erreicht ist, wird die Weihung aktiviert, um so die Willensstärke des Bosses nach unten zu prügeln. Sobald die Weihung endet ist geht das Mana Sammeln wieder von vorne los. Das alles wird durch die eigene persönliche Note an Klassenfähigkeiten, wie Magieangriffen oder Buffs ergänzt, sodass Jack und sein Widersacher in stetigem Hin und Her miteinander ringen. Aber auch die beiden Mitstreiter können durch Resonanz (linke und rechte Pfeiltaste) dazu angehalten werden stärker den Gegner in die Mangel zu nehmen. Es ist zwar kein Sekiro, erweckt aber auf höheren Schwierigkeitsgraden sicher mit einem ähnlichen Stolz, wenn nach einiger Zeit des Tanzes endlich der Gegner in die Knie gezwungen wurde.

Sphären

An vielen Stellen befinden sich Sphären in den Gebieten, die Charaktere weisen einen auch immer freundlich darauf hin. Sie bieten mehrere Möglichkeiten:

  • Heilung
    Durch das Berühren werden die HP und MP komplett wiederhergestellt.
  • Jobs
    Das Aufwerten von Jobs ist möglich, neue Fertigkeiten können so erlernt werden oder Affinität oder Boni freigeschaltet werden.
  • Speichern
    Diese Funktion sollte immer wieder genutzt werden, den eine Niederlage in einem Kampf bedeutet sonst, vom letzten Speicherpunkt oder Autospeicherpunkt wieder beginnen zu müssen.

Die Nutzung der Sphären, birgt allerdings auch die Gefahr, dass bereits besiegte Gegner wieder erscheinen. Für manche kann das von Vorteil für das Leveln der Jobs sein, bei anderen Gegnern kann es zum Nachteil werden, da sie einfach sehr lästig sind.

 

Die Jobs

Stranger of Paradise bietet mit 27 Jobs eine enorme Auswahl für den Kampf. Unterteilt werden diese in drei Kategorien:

  • Anfänger
    z.b. Schwertkämpfer, Magier, Faustkämpfer
  • Fortgeschritten
    z.b. Ritter, Weißmagier, Schwarzmagier
  • Experte
    z.b. Paladin, Ninja, Dunkelritter

Jeder Job besitzt seinen eigenen Fertigkeitsbaum, durch diesen erlernt man neue Fertigkeiten oder kann die Affinität zu diesem Job steigern, die ab 50% Boni aktiviert, wie zum Beispiel Abwehrboni, die die generelle Abwehr in diesem Job erhöht.

Natürlich gibt es auch einen großen Unterschied zwischen Nahkampfjobs und Magiejobs. Als Magier hat man entsprechend der Möglichkeit seine Gegner mittels der Macht der Elemente anzugreifen. In typischer RPG-Manier sind manche Gegner dabei anfälliger für ein entsprechendes Element, sodass damit mehr Schaden angerichtet wird oder man auch die Gegner gleich umhauen kann. Auch Heilzauber sind natürlich verfügbar, sodass das man sich selbst oder seine Kammeraden wieder aufpeppeln kann.

Jack als Hauptcharakter hat die Möglichkeit bis zu zwei Klassen auszurüsten, welche dann auch mitten im Kampf per Tastendruck gewechselt werden kann. Dies verschafft die Möglichkeit die Vorteile des jeweiligen Jobs zu nutzen und wechselt zu einer jeweils eigenen Willensleiste (dazu später mehr). Es bietet sich natürlich an einen Nahkampfjob und einen Magierjob im Tandem auszuwählen, um auf diese Weise im Nah- und Fernkampf einsatzbereit zu sein.

Freigeschaltet werden die Jobs über die anderen Jobs, Fortgeschrittene Jobs werden zum Beispiel durch die Anfänger-Jobs freigeschaltet und Experten-Jobs wiederrum über die Fortgeschrittenen Jobs. Alles greift hier also etwas ineinander.

Möglich ist es zum Beispiel den Fortgeschrittenen-Job „Mönch“ freizuschalten, wenn dieser Job im Fertigkeitenbaum des „Faustkämpfer“ und „Pikenier“ aktiviert wird. Oder den Experten-Job „Paladin“, wenn man diesen in den beiden Fertigkeitsbäumen des „Ritters“ und „Weißmagiers“ aktiviert.

Neben anderen Fertigkeiten, birgt das weiterentwickeln der Job bis hin auf das Experten-Level nicht nur Vorteile bei den Fertigkeiten oder den Boni. Auch kann damit der Schaden mit einzelnen Waffentypen erhöht werden und generell das nutzen von mehr Waffentypen bei einem Job.

Als „Gladiator“ ist es nur möglich Schwert und Schild zu tragen, als Fortgeschrittener-Job „Ritter“ steht dann als weiteren Waffentyp das Bereitschwert zur Verfügung und als Experten-Job „Paladin“, können als vierter Waffentyp noch Keulen und Hämmer ausgerüstet werden, um so Weißmagie wirken zu können.

Die Kombination der Jobs für den Kampf bleibt jedem selbst überlassen, hier werden einem viele Freiheiten gegeben.

Eine gute Kombination für den Anfang wäre der „Gladiator“ und „Schwertkämpfer“, so steht einem guter Schutz zur Verfügung, kann aber auch ordentlich Schaden austeilen. Auch schaltet man durch diese beiden schnell die ersten Fortgeschrittenen-Jobs frei.

So wären weiterführend dann die Jobs „Ritter“ und „Ronin“ eine sehr gute Wahl.

 

Die Ausrüstung

Wie bereits erwähnt, ist Ausrüstung in Stranger of Paradise keine keine Mangelware, jeder Gegner kann diese nach einem Sieg über sie hinterlassen oder erhält sie als Belohnung für den Abschluss von Haupt- sowie Nebenmissionen.

Das Ausrüsten selbst erfolgt manuell für jeden Charakter und Jobs einzeln, dies gilt für Jack und auch seine Begleiter oder gerade bei der hohen Vielzahl an Ausrüstung und Menge die man erhält, kann man per „Optimal-Funktion“ mit einem Klick allen Charakteren die beste Ausrüstung zuweisen.

Doch Achtung, bei dieser Funktion, wird immer die typische Job-Spezifische Waffe ausgewählt. So kann der Paladin zum Beispiel auch Breitschwerter ausrüsten, doch wird über diese Funktion immer Schwert und Schild bevorzugt.

Ausrüstung Upgraden

Ruft man auf der Weltkarte das Hauptmenü auf, soe steht einem hier die „Schmiede“ zur Verfügung, diese bietet gleich drei Funktionen, zum einen die Effekte der Ausrüstung Upgraden oder gegen andere Effekte austauschen.

Stellen sich uns zum Beispiel in einer Mission Gegner in den Weg, die gegen das Element Feuer empfindlich sind und die aktuell beste Waffe die uns für den Job zur Verfügung steht besitzt ebenfalls das Element Feuer, ist dieser nicht unbedingt Effektiv gegen diese Gegner. So bietet uns hier die Schmiede die Möglichkeit, den Effekt einfach gegen zum Beispiel gegen das Element Eis auszutauschen. Allerdings sind dafür auchg bestimmte Gegenstände nötig, erst dann kann ein Effekt gesteigert oder ausgetauscht werden.

Zudem kann ist es Möglich bereits vorhandene Effekt zu verstärken, zwar ist dies nicht ins unendliche möglich, doch erzielt es eine gute Wirkung. Auch dafür sind allerdings wieder entsprechende Gegenstände nötig.

Ausrüstung zerlegen

Erwähnte Gegenstände zum upgraden eines Effekts oder Austauschen eines Effekts, sind recht einfach zu bekommen, durch das Zerlegen von Ausrüstung. Dies ist auch die letzte Funktion der Schmiede.

Generell ist das Zerlegen von Ausrüstung nach ein bis zwei Missionen keine schlechte Idee, da das Inventar nicht unendliuch viel Platz bietet. So kann es schnell passieren, dass während einer Mission keine Ausrüstung mehr aufgenommen werden kann. Zu allem übel, steht während einer Mission die Schmiede nicht zur Verfügung, was dann nur noch bleibt, Ausrüstung aus dem Inventar wegzuwerfen, wodurch natürlich auch viele Gegenstände für das Upgraden verloren gehen.

 

Die Grafik

Die Grafik in Stranger of Paradise konnten wir uns auf der PlayStation 4 und PlayStation 5 Version anschauen.

Auf beiden Systemen macht sie schon was her, auch die HDR-Option steht auf beiden Systemen zur Verfügung. Hier ist uns jedoch aufgefallen, das wenn diese Funktion aktiviert ist, in den Zwischensequenzen und in Kämpfen immer wieder kleine Ruckler im Bild erscheinen. Wird die Funktion deaktiviert, gibt es diese nur noch in den Zwischensequenzen.

Ebenfalls wirkt es an vielen Stellen im Spiel leider etwas Überbelichtet, dabei spielt es keine Rolle, ob man die HDR-Option aktiviert oder deaktiviert hat, es wirkt einfach zu Grell in diesem Moment. Hier ist weniger einfach mehr.

Schön wäre es, wenn hier die Entwickler noch etwas nachbessern würden.

Was generell das Design der Charaktere, Gegner und Dungeons angeht, so sind diese schon mit viel Liebe zum Detail gestaltet.

Das Design der Waffen aus Ausrüstung ist ebenfalls sehr detailreich, jedoch wiederholt sich das Design auch sehr oft. Schön wäre hier gewesen, etwas die Menge herunterzuschrauben und dafür mehr auf das Upgraden bei Ausrüstung zu setzen. Oft ist es so, dass gerade neu erhaltene Ausrüstung schon nach der nächsten Gegnergruppe wieder ausgetauscht werden kann, da sie deutlich besser ist.

Dabei sind einige Outfits wirklich sehr schön gestaltet, wo es schon etwas traurig ist, das Jack sie nur für kurze Zeit trägt.

 

Der Sound

Kommen einem schon die Gebiete, die man bereist sehr bekannt vor, werden diese noch mit dem entsprechend neu arrangierten Soundtrack passend untermalt.

Beginnt ein Kampf, so wechselt für diesen automatisch die Hintergrundmusik und vermittelt ein ordentliches Kampffeeling.

Auch bei den englischen Synchronstimmen wurde eine gute Auswahl getroffen, die Stimmen passen zum auftreten und Charakter der Figuren.

 

Unsere Wertung

Kommen wir damit zu unserer Wertung von Stranger of Paradise: Final Fantasy Origin.

Story:

85

Charaktere:

85

Gameplay:

85

Grafik:

75

Sound:

75
Gesamtwertung
84

 

Fazit

Stranger of Paradise: Final Fantasy Origin ist ein solides Action-RPG, durch die zahlreichen Jobs, wird in den Kämpfen einiges an Abwechselung geboten. Durch den wählbaren und auch jederzeit änderbaren Schwierigkeitsgrad, findet man auch als Neuling gut ins Spiel.

Anfangs ist die Geschichte des Spiels noch etwas verwirrend, doch löst sie sich immer weiter auf, je weiter man im Spiel voranschreitet. Erst einmal sollte sie also nicht groß hinterfragt werden, es klärt sich alles auf.

Mit gut 25 bis 30 Stunden Spielzeit ist es möglich das Spiel auf dem Schwierigkeitsgrad „Story“ abzuschließen. Bei anderen Schwierigkeitsgraden kann die Spielzeit deutlich höher ausfallen.

Es handelt sich um ein anderes Final Fantasy, das man auf sich wirken lassen sollte, da es nicht nur vom Gerne her anders ist, sondern auch die Geschichte auf etwas andere Weise erzählt.

Mit dem Season Pass, der in der Digital Deluxe Edition bereits enthalten ist, erscheinen noch drei zusätzliche Erweiterungen zum Spiel, auf die wir schon gespannt sind.

Stranger of Paradise: Final Fantasy Origin sollte man in jedem Fall einmal eine Chance geben.

 

Meinungen der Redaktion

Gespielt habe ich hauptsächlich die PlayStation 5 Version des Spiels, aber auch die PlayStation 4 Version habe ich etwas unter die Lupe genommen.

Etwas störend im Spiel empfand ich leider die kleinen Ruckler in den Zwischensequenzen sowie in den Kämpfen, wenn man die HDR-Funktion aktiviert hat, hierbei spielte auch das System keine Rolle. Hier müssten die Entwickler vielleicht noch einmal etwas nachbessern. Eventuell haben sie dies aber auch schon und liefern mit Release einen Patch.

Anfangs empfand ich die Story recht verwirrend, da diese einfach etwas anders aufgebaut wird, als man es sonst kennt. Aber nach und nach setzten sich alle Puzzlestücke doch sehr gut zusammen, sodass man gleich wissen wollte wie es weitergeht.

Um erst einmal wieder in das Spiel zu finden, habe ich mit dem Schwierigkeitsgrad „Story“ gestartet. Einige Missionen dann aber auch auf Action oder Schwer bereits erledigt, um einmal zu vergleichen, es ist wirklich für jeden etwas dabei.

Ich habe jedoch zwei Sachen, wo sich mir der Sinn nicht so ganz erschließt. Beim Schmieden hat man die Möglichkeit Effekte der Ausrüstung zu verbessern oder diese gegen andere zu tauschen. Erst einmal ist das kein schlechtes Feature, doch bekommt man in jeder Mission so viel Ausrüstung, dass man zum Beispiel gerade eine Waffe etwas aufgewertet hat und schon eine deutlich Stärkere bekommt. Besser hätte ich es hier gefunden, wenn man weniger Ausrüstung erhält und man neue Ausrüstung dann kaufen könnte oder mehr Möglichkeiten beim Aufrüsten hätte.

Doch alles in allem, hat mir Stranger of Paradise: Final Fantasy Origin doch viel Spaß gemacht. Schauen wir einmal was die Erweiterungen noch so bringen und ob es weitere Spiel in dieser Art geben wird.Stefan

 

Befindet sich noch auf der Jagd von Chaos!Dave

 

Ich mochte das Spiel, seit ich beim Medienevent die 2. Demo gespielt habe, und habe mich sowohl auf die aktuelle Demo als auch die Vollversion für PS5 gestürzt. Warum beides? Weil 2 Accounts (privat/CU) nicht die gleichen Voraussetzungen des Testens hatten.
Gleich vorweg: Ich bin noch nicht durch, da ich auf meinen privaten Kauf warte (Steelbook wegen Artwork!) und die Trophäen darauf einsammeln mag 😛
Von dem, was ich bisher gesehen habe (Mission 9):

  1. Ich liebe die Intro-Sequenz! Die Musik!! Und Jed (scheiß auf Jack, Jed ist mein Schnitzel)!!! Und das Jobsystem!!!!
    Und die Story. Es ist schön zu sehen, dass hier kein geradliniger Weg der Erzählung gewählt wurde, sondern bruchstückartig sich das Ganze zusammensetzt bis es Sinn ergibt. Schön ist auch, dass Dungeons/Gegenden anderer FF-Titel ihren Weg in SoPFFO gefunden haben.
    Lustigerweise bin ich in der Demo an einem Boss verreckt, den ich keine 15 Minuten vorher in der Vollversion easy gepackt hatte (gleiche Ausrüstung/Jobs). War merkwürdig – und lustig! Humor ist alles. Davon hat SoPFFO auch genug 🙂
  2. Die HDR-Funktion ist nett, aber leider extrem überlichtet (empfinde ich zumindest so… selbst wenn ich die Helligkeit runtergedreht habe – und das habe ich testweise sehr oft) und nervig – in Kämpfen hat sie zwar selten geruckelt, dafür aber in Videosequenzen. Da sollte schleunigst nachgebessert werden, denn meine PS5 und mein TV können HDR leisten, das Spiel scheinbar (noch) nicht 🙁
  3. Die Videosequenztexte scheinen teils falsch programmiert zu sein – da ich IMMER Japanische Audio spiele (sofern verfügbar), hat es mich gewundert, dass Texte im Englischen manchmal zu schnell oder spät, sehr lang oder arg kurz auftauchen. Vergleichsweise auf Deutsch in den gleichen Sequenzen das gleiche Problem. Allerdings nur, wenn die japanische Audio drin ist – bei Englisch/Deutsch gibt es das Problem zumindest in den Szenen, die ich gegengetestet hatte, nicht bzw. nicht so auffällig.
    UND: Manche Szenen wirken sehr künstlich. Entweder bewegen sich die Charaktere situationsbedingt zu schnell oder langsam. Das Timing stimmt leider sehr oft nicht, was der an und für sich sehr guten Story schadet, weil es auffällt.

Alles in Allem mag ich das Spiel wirklich sehr und werde ich am nächsten Wochenende nach offiziellem Release weitersuchten (und Trophäen sammeln) 🙂 Vielleicht bekomm ich den einen oder anderen Mitspieler zum Koop überredet? 😉

Update: Das Ende war so derbst geil und traurig! Ich bin nach wie vor begeistert und sammel fleißig Trophäen!

Dee

 

Befindet sich noch auf der Jagd von Chaos!Raffi

 


Stranger of Paradise: Final Fantasy Origin erscheint am 18. März 2022, Vorbesteller erhalten bereits ab dem 15. März 2022 Zugriff auf das Spiel.
Das Spiel erscheint für PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X|S und PC (via Epic Game Store).

Zufrieden mit unseren Artikeln?

Dann lasst uns doch einen kleinen Obulus da. Wir würden uns über jede kleine Gabe freuen.

NordVPN

3 Kommentare

  1. Sehr schönes Review, werde dem Spiel definitiv eine Chance geben. Die Demos waren schon sehr spaßig und 27 Jobs klingt sehr beeindruckend.
    Hätte auch nicht gedacht, dass euch die Story gefallen würde. Nach all den ‚Chaos‘-memes hatte ich da nicht so viel Hoffnung reingesteckt, aber ich bin mal gespannt.

    Noch ne kurze Frage: man hat ja in den Teaser-Videos viele Bereiche von allen möglichen FFs gesehen. Ist denn wirklich zu jedem FF ein Bereich dabei oder wie groß ist so ungefähr die Anzahl?

    • Danke dir.
      Von vielen Sachen dürfen wir uns auch gar nicht so beeinflussen lassen 🙂
      Zuviel will ich hier nicht vorwegnehmen, viele Dungeons die man bestreiten muss, werden einem bekannt vorkommen, was das Design und die Musik angeht. Es gibt nicht zu jedem FF einen Dungeon, 13 an der Zahl sind es. Dazu dann noch Nebenmissionen und Story. Mit dem Season Pass sind ja noch 3 Erweiterungen angekündigt und es ist noch einiges an Platz auf der Weltkarte.

      • Klingt sehr gut und stimmt, in den Erweiterungen werden sicherlich viele Gebiete aus allen Teilen noch kommen. Auf die musikalischen Interpretationen der Level bin ich auch sehr gespannt!

1 Trackback / Pingback

  1. SoPFFO: Kurz-Interview · Crystal Universe

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*